Wahl im Internationalen Gewerkschaftsbund: Australierin Sharan Burrow neue Präsidentin

DGB-Chef Sommer zu ihrem Stellvertreter gewählt

Wahl im Internationalen Gewerkschaftsbund: Australierin Sharan Burrow neue Präsidentin

Die Australierin Sharan Burrow ist in Wien zur Präsidentin des Internationalen Gewerkschaftsbundes (IGB) gewählt worden. DGB-Chef Michael Sommer wurde zum stellvertretenden Präsidenten gewählt. Österreichische Vertreterin im Vorstand ist ÖGB-Vizepräsidentin Renate Csörgits, teilte ÖGB-Sprecher Franz Fischill der APA mit.

Burrow ist Vorsitzende des Internationalen Zentrums für Gewerkschaftsrechte (ICTUR) sowie Mitglied des Verwaltungsrates der Internationalen Arbeitsorganisation und des Stakeholder-Rates der Globalen Berichterstattungsinitiative (GRI). Im Rahmen ihrer IAO- Aufgaben führt sie den Vorsitz in der Arbeitnehmergruppe des Unterausschusses für multinationale Unternehmen.

Burrow wurde im Mai 2000 als zweite Frau zur Präsidentin des australischen Gewerkschaftsbundes ACTU gewählt. Im Oktober 2000 war sie die erste Frau, die je zur Präsidentin der IBFG- Regionalorganisation für Asien und den pazifischen Raum (APRO) gewählt wurde. Beim 18. IBFG-Weltkongress im Jahr 2004 wurde sie zur ersten IBFG-Präsidentin gewählt. Von 1995 bis 2000 war Burrow zudem Vizepräsidentin der Bildungs-Internationale, die die Bildungsgewerkschaften auf internationaler Ebene vertritt und weltweit 24 Millionen Mitglieder hat.

Burrow wurde 1954 in Warren, einer Kleinstadt im australischen Bundesstaat New South Wales (NSW), geboren. Bereits ihre Familie war in Gewerkschaftsbewegungen aktiv. (apa)