Porträt von

Hofers Höhenflug

Der FPÖ-Kandidat holte im ersten Wahlgang rund 35,4 Prozent der Stimmen

Porträt - Hofers Höhenflug © Bild: FOTO: APA/HANS PUNZ

Wenn es nach ihm ginge, wäre Norbert Hofer erst gar nicht zur Präsidentschaftswahl angetreten. Er fühle sich zu jung für dieses Amt, sagte er noch zu Jahresanfang. Vier Wochen später ließ sich der 45-Jährige aber doch dazu überreden, für die FPÖ bei der Bundespräsidentenwahl anzutreten, und verkündete die Entscheidung mit einem tapferen Lächeln. Wenn es darum geht, der Partei zu dienen, kann Norbert Hofer durchaus hart sein zu sich selbst.

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Und zu anderen, wie Wahlkampfauftritte der vergangenen Wochen beweisen. Da bezeichnete er Flüchtlinge als „Invasoren“ und drohte damit, die Regierung zu entlassen. Abseits der großen Bühne gibt sich der Burgenländer aber lieber weich und freundlich. Er erzählt gerne von seinem Kater, die sich so benimmt, als wäre er ein Hund, und von seiner Tochter, die beim Sportwettbewerb Zweite von Zweien geworden ist.

Politische Themen spart er lieber aus. Zu groß ist die Gefahr, jene Wähler aus der Mitte der Gesellschaft, um die er buhlt, mit den harten FPÖ-Positionen, die er selbst ins Parteiprogramm schrieb, zu verschrecken. Dass er tatsächlich Bundespräsident wird, glaubte er, als er seine Kandidatur schließlich bekannt gab, selbst nicht. Seine Partei hatte in der Vergangenheit mehrmals gefordert, das Amt überhaupt abzuschaffen, und Norbert Hofer behielt vorsorglich seinen Posten als Dritter Nationalratspräsident.

Nun hat er es, mit überlegenem Zuspruch, tatsächlich in die Stichwahl geschafft – und damit reale Chancen, der erste blaue Bundespräsident der Geschichte zu werden. Vorerst ruft noch sein Nebenjob: Am Mittwoch und Donnerstag nächste Woche muss er bei der Plenarsitzung im Parlament dabei sein.

Norbert Hofer im Wordrap

© Video: News.at

Kommentare

Oliver-Berg

Ich bedanke mich bei allen Österreichern, die den Regierungsparteien für ihre jahrzehntelange Misswirtschaft, permanente Behinderung von sinnvollen Reformen (Bildung, Gesundheit, Arbeitsmarkt, Förderunwesen und Landeshauptmännertum) die rote Karte gezeigt haben. Es war nicht nur eine Personenwahl aber spannend bleibt es noch.

christian95 melden

Danke an alle Österreicher(Innen) die heute eine so massive Veränderung der politischen Landschaft gewählt haben.
Die Grünen verspielen eine historische Chance um mit dieser FPÖ gemeinsam dieses Land zu Verändern. Aber mit Glawischnig, Korun und Vassilakou ist so etwas nicht möglich. Dabei wäre Van der Bellen ein guter Minister oder Kogler Finanzminister.

christian95 melden

Und Strache könnte einmal lautstark, so wie wir ihn kennen, einmal kräftig in Brüssel "auf den Tisch hauen". Auf einmal würde unser kleines Land wieder mit mehr Respekt behandelt werden!

Gabe Hcuod
Gabe Hcuod melden

Du träumst. Aber ich würde gern sehen, wie H.C. in Brüssel ganz handzahm wird.

Nudlsupp melden

@Christian: Wenn vdB ein guter Minister ist, dann kann er als Präsident ja so schlecht auch nicht sein, zumal er sich da ja gegenüber den Ihnen so verhassten Grünen schon aus Gründen der Staatsräson distanzieren könnte. Man kann der Stichwahl als ohne Verschwörungstheorien entgegen sehen, oder?

Roy2010
Roy2010 melden

Miserable Uni. Prof. und gute BP, aber nur Schwechat bei Raffinerie

jon bustere

20% für die grünen und 19% für griss..aber die grünen wären mit nur maximal 2% vorsprung in einer stichwahl gegen hofer.die beiden sollten eine eigene stichwahl veranstalten!

jon bustere
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17.54h 36% für Hofer .ein klares zeichen österreichs der ablehnung des jahrelangen wirtschafts und demokratiebetruges der beiden regierungsparteien bei denen die grünen ebenso mitspielen.

Gabe Hcuod
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Mit den blauen wird es sicher ganz anders laufen, genau wie beim letzten mal. Das Land wird in der Tat bekommen was es verdient.

Roy2010
Roy2010 melden

Im Juli kann Van weiter überrollend, zynisch bellen, wenn kommt in Hohe Haus kann Österreich mit seine TTIP Ziel hart bestrafen.

Roy2010
Roy2010 melden

Kasper Mörtel hat Recht, schwarz+Rot und die Pflanzenfresser muss endlich weg.

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