Wahl-Blog von

Peter Pelinka analysiert

Hinten wird es spannend. Die Neos könnten die Überraschung der Wahl werden.

Peter Pelinka © Bild: NEWS.AT

Kurz vor Ende der Österreichischen Medientage hat sich OGM-Chef Wolfgang Bachmayer auf einem Podium festgelegt: Die Neos kommen rein. Und etliche Besucher – alle auf Facebook und meist vertwittert – stimmten zu: in den sozialen Netzwerken gibt es einen ziemlichen Run zu Pink. Die Liberalen interessieren, insbesondere in Wien. Und insbesondere seit Hans-Peter Haselsteiner mit guten TV-Auftritten ihr personelles Manko wett gemacht hat: ein Reicher, der zum Unterschied von Onkel Frank sympathisch auftritt, der die guten Diskussionssitten kennt und ehrlich zu früheren „Schmierungen" seines Baukonzerns steht („damals haben das alle gemacht, jetzt ist es verboten"). Ebenso zu seinem Reichenbesteuerungsprogramm, auch wenn das nicht Neos-Position ist. Und der klar macht, was er will: Koalitionsverhandlungen führen und dann Finanzminister werden.

Das klingt gar nicht mehr so absurd: Bleiben Rot und Schwarz unter 50 Prozent der Mandate (nach wie vor nicht wahrscheinlich, aber inzwischen möglich), brauchen sie einen Partner: Und da kämen die recht-links kompartiblen Neos vor allem der ÖVP genehmer als die Grünen. Freilich: auch mit gesamt weniger als 50 Prozent könnte sich von den Mandaten her ein Revival von rot-schwarz ausgehen – weil das BZÖ ziemlich sicher rausfliegt.

Persönliche Prognose, ein riskantes Spiel bei solch einem knappen Rennen: SPÖ 26-27 Prozent, ÖVP 22-23, FPÖ 21-22, Grüne 14-15, Stronach 7-8, Neos 3,5-4,5, BZÖ 3-4. Hoffentlich ergibt das mit mit einem kleinen Rest 100…

Peter Pelinka ist Herausgeber von NEWS.

Kommentare

Weil das BZÖ ziemlich sicher rausfliegt!!! Das sehen andere Meinungsforscher aber ganz anders. Ist ja logisch, News hat auch bestimmte Wünsche und damit die erfüllt werden, schreibt man die anderen tot. Das ist einfach widerlich. Lasst doch alle einmal den Wahlsonntag abwarten und dann kann man ja analysieren, aber wem vorher schon totschreiben, das ist auch nicht demokratisch.

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