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Waffenruhe in Syrien in Kraft getreten

Von Russland und USA vorerst für 48 Stunden ausgehandelt

Mit dem Sonnenuntergang in Syrien ist die von Russland und den USA für das Bürgerkriegsland ausgehandelte Waffenruhe offiziell in Kraft getreten. Von 18.00 Uhr mitteleuropäischer Sommerzeit an sollten die Waffen im Land schweigen. Unmittelbar nach Inkrafttreten der Feuerpause war noch unklar, inwieweit sich die Konfliktparteien an die Abmachung halten werden.

In den Stunden zuvor hatten Luftangriffe und Kämpfe noch mehrere Zivilisten getötet. Die Feuerpause soll für alle Kräfte gelten, die nicht von den Vereinten Nationen als Terroristen eingestuft werden. Deshalb ist die Jihadistenmiliz "Islamischer Staat" (IS) beispielsweise von der Vereinbarung ausgenommen.

Der Waffenstillstand soll zunächst für 48 Stunden gelten. Die syrische Armee gab zu Beginn der Feuerpause jedoch bekannt, die Waffen für sieben Tage schweigen lassen zu wollen. Auf Verletzungen der Waffenruhe wolle man jedoch "entschieden" reagieren, hieß es in einer im Staatsfernsehen verlesenen Erklärung.

Hält die Waffenruhe für sieben Tage, wollen die USA und Russland gemeinsam militärisch gegen Terrorgruppen in Syrien vorgehen. Die Feuerpause ist Voraussetzung dafür, dass Millionen Menschen in belagerten und umkämpften Gebieten wie etwa Aleppo humanitäre Hilfe erhalten.

Die moderate Opposition in Syrien hatte die Feuerpause begrüßt, aber "Garantien" gefordert, dass sich die syrischen Truppen an die Absprachen halten. Sie befürchtet, das Regime könnte die Feuerpause nutzen, um Gebiete zurückzuerobern.

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