Wäsche-Riese von

Palmers steht zum Verkauf

Mehrheitseigentümer schickten bereits Memorandum an mögliche Kaufinteressenten

Wäsche-Riese - Palmers steht zum Verkauf © Bild: APA

Der österreichische Wäschekonzern Palmers soll verkauft werden. Das haben die Mehrheitseigentümer - die Fonds Quadriga, 21 CP und die Wiener Lead Equities Mittelstandfinanzierungs AG - beschlossen und bereits Investmentbanker der französischen BNP Paribas mit der Käufersuche beauftragt. Vom Unternehmen liegt noch keine Stellungnahme vor.

Der Wäschekonzern Palmas soll verkauft werden. Die französische Investmentbank BNP Paribas wurde mit einem "qualifizierten Selektionsprozess" beauftragt, betätigte am Dienstag der Sprecher des größten Palmers-Eigentümers, der Quadriga Capital, Max W. Römer der APA. Aktuell gehört Palmers den Private Equity Firmen Quadriga Capital (55%), Lead Equities (18%) und 21 zentrale Partner (23%).

Nach mehreren internationalen Interessens-Bekundungen an Palmers, haben sich die Eigentümer entschlossen, einem breiteren weltweiten Bieterkreis das Unternehmen zu offerieren, so Römer. Betroffen von einem Verkauf wäre damit konkret das Herzstück des Unternehmens, die Palmers Textil AG mit den Divisionen Wäsche, P2 Kosmetik und P2 Wäsche.

Tochter-Firma soll nicht verkauft werden
Die französische Wäschetochter Lejaby steht jedoch - im Zuge eines möglichen Palmers-Deals - nicht zur Disposition. Das heißt, sie soll nicht mitverkauft werden. Dort gebe es große Probleme durch Produktionsausfälle in Tunesien, die zu Lieferengpässe führten, so Palmers-Chef Gerd Petermann. Die weitere Zukunft des Unternehmens werde in den nächsten Tagen in Frankreich entschieden.

Expansionen gehen weiter
Unbeeinträchtigt von den Reaktionen seitens möglicher, neuer strategischer- oder Finanzpartner, werde Palmers seine ehrgeizige Expansionsstrategie nach Deutschland und CEE fortsetzten, so Petermann. Ebenso erfolge ein rasanter Ausbau des neuen Shop-Designs der Palmers Filialen. Die geplante Marketing-Offensive, die in den kommenden Wochen startet, werde ebenfalls stattfinden. "Wir sind gut unterwegs und unsere neuen Design- und Kollektions-Ideen werden von unseren Kunden sehr gut angenommen".

Wäschemarkt Österreich rückläufig
Vor dem Hintergrund eines rückläufigen Wäschemarkts in Österreich, erwartet Palmers auch heuer eine stabile Umsatzentwicklung möglicherweise sogar einen leichten Umsatzzuwachs. Die Umsätze werden sich bei der Palmers Division auf 108 bis 110 Millionen Euro belaufen.

Palmers verfügt derzeit insgesamt über 324 Verkaufsstandorte. In Österreich betreibt Palmers 113 eigene Filialen sowie weitere 103 Standorte, die von Franchise-Partnern geführt werden. International gesehen ist Palmers in insgesamt 15 Ländern vertreten. Die Palmers Division umfasst Geschäfte mit den Marken Palmers, p2 Wäsche und Kosmetik. Sie erzielt in dem mit 31. Jänner abgelaufenen Geschäftsjahr mit 860 Mitarbeitern (davon 620 in Österreich) einen Umsatz von 107,8 Millionen Euro

Kommentare

Palmers Die Familienmitglieder meines Schulkollegen, der letzte Palmers Eigentümerfamilie, würden sich im Grab umdrehen, wenn sie sähen, was aus ihrer Firma geworden ist! Schändlich, wie mit Familienbesitz umgegangen wurde!

Seite 1 von 1