Wärmster Neujahrstag seit dem Jahr 1852:
13,9 Grad am 1. Jänner in Wien gemessen

Tages-Rekord klimatologisch nicht aussagekräftig Wintereinbruch in Wien vorerst sehr unwahrscheinlich

Eine Rekordtemperatur von 13,9 Grad wurde am ersten Tag im neuen Jahr, auf der Hohen Warte in Wien verzeichnet. Seit Beginn der Aufzeichnungen 1852 war es in der Hauptstadt zu Neujahr noch nie so warm gewesen. Ähnlich hohe Werte wurden am 1. Jänner nur in den Jahren 1860 (12,8 Grad) und 1921 (13,2 Grad) gemessen, berichtete Thomas Wostal, Sprecher der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG).

Klimatologisch haben solche einzelnen Tages-Rekorde nur wenig Aussagekraft, erklärte Helmut Derka, Klimatologe der ZAMG. So habe es beispielsweise am 2. Jänner 2000 schon 15 Grad und am 2. Jänner 2002 14,7 Grad gehabt. Der allgemeine Jänner-Rekord für Wien wurde 2002 erreicht - am 29. Jänner hatte es damals frühlingshafte 18,7 Grad.

Wintereinbruch unwahrscheinlich
Ein Wintereinbruch ist in Wien vorerst sehr unwahrscheinlich. Das Wetter bleibt laut ZAMG relativ mild mit Durchschnittstemperaturen von 5 bis 7 Grad. Der starke Wind bringt ausgezeichnete Luftqualität und sorgt für frostfreie Nächte.

Neuschnee im Gebirge
Im Gebirge, vor allem an der Alpennordseite, kann man sich endlich wieder über Neuschnee freuen. Die Schneefallgrenze liegt zwischen 300 und 600 Meter, im Westen bei 700 Meter. Zu sagen, dass jetzt der Winter komme, sei aber übertrieben, hieß es von der ZAMG.

(apa/red)