'Wäre nur fair': Enttäuschte Kroaten wollen
von UEFA EM-2012-Bewerbungsgeld zurück

Verbands-Präsident verlangt 2,5 bis 3,5 Mio. Euro

Der Fußball-Verband Kroatiens, der bei der gemeinsamen Bewerbung mit Ungarn um die Ausrichtung der EURO 2012 gescheitert ist, verlangt von der Europäischen Fußball-Union (UEFA) eine Entschädigung der dabei angefallenen Kosten. "Wir haben Michel Platini gesagt, dass wir große Ausgaben hatten. Wir werden zwischen 2,5 und 3,5 Millionen Euro verlangen", erklärte Verbandspräsident Vlatko Markovic der Tageszeitung Jutarnji List.

Markovic hatte den UEFA-Präsidenten Platini bei einem Treffen in Nyon mit der Forderung konfrontiert (Markovic: "Er hat nicht abgelehnt"), ein offizielles Schreiben soll noch diese Woche abgeschickt werden. "Platini hat versprochen, dass das Thema bei der nächsten Sitzung des UEFA-Exekutivkomitees behandelt wird und ich glaube nicht, dass es ein Problem geben sollte", wird Markovic in der Zeitung zitiert.

Eine Entschädigung wäre nur fair, weil das für die Kandidatur aufgewendete Geld auch für andere wichtige Projekte hätte eingesetzt werden können, argumentierte Markovic. Platini habe vorgeschlagen, den nächsten UEFA-Kongress im Jänner 2008 in Kroatien abzuhalten.

Nachdem die Bewerbung von Kroatien und Ungarn keine einzige Stimme erhalten hatte, war Markovic, der sich vor der Abstimmung siegessicher gezeigt hatte, in Kroatien arg in die Kritik geraten. Der Ex-Rapid-Trainer weigerte sich aber, vom Präsidentenamt zurückzutreten. Und beschritt einen völlig neuen Weg.
(apa/red)