VW-Buggy von

Wolfsburger Spaßmobile

Neue Buggy-Studie knüpft an eine 40 jährige Tradtion an - von Karmann GF bis Buggy up!

  • Bild 1 von 4 © Bild: Volkswagen

    Die Buggy-Studie up! soll die 40 jährige Tradition fortsetzen.

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    Aber ein wirklicher Massenerfolg wurden die spartanischen Offen-Flitzer nicht.

Eine spannende Studie sorgte für Aufsehen auf der diesjährigen IAA: Ein Buggy von VW auf der Basis des neuen VW up! Damit würde Volkswagen eine lange Buggy-Tradition fortsetzen, die vor vier Jahrzehnten begonnen hat. Ab Mitte der 1960er entdecken die Amerikaner das Auto als Spaßmobil und somit die sogenannten Buggys. Und in Europa wurde kurzerhand der VW Käfer zum einem einfachen Strandauto umfunktioniert.

Das damalige Erfolgsrezept ist relativ einfach: Man nimmt einen gebrauchten VW Käfer, beraubt ihn seines Aufbaus und ersetzt diesen durch einen möglichst leichten, offenen Body, der in bester Bootsbauer-Manier aus glasfaserverstärktem Kunststoff - kurz GFK - laminiert wird. Viele Buggys entstehen auf einem verkürzten Käfer-Chassis, indem man aus der Bodengruppe je nach Aufbau 30 bis 40 Zentimeter herausschneidet und die abgetrennten Teile wieder zusammenschweißt.

Einfache Technik
Für optimale Traktion auf losem Untergrund werden für die angetriebene Hinterachse Felgen mit maximaler Breite zusammengeschweißt und mit ebenso überdimensionalen Reifen bestückt. Verdeck? Egal – die meisten Buggys haben bestenfalls einen notdürftigen Stoffüberzug zum Anknöpfen.

Die Motorleistung eines Serienkäfers mit 34 PS bzw. später auch bis zu 44 PS genügt den meisten völlig, um sich überall durchzuwühlen, leistungsgesteigerte Motoren bleiben im Buggy die Ausnahme.

Dune Buggy aus Amerika
Inspiriert vom erfolgreichen amerikanischen Dune Buggy, lässt die Redaktion der Zeitschrift „Gute Fahrt“ 1969 beim Karosseriebauunternehmen Karmann den Prototyp eines Buggy auf einem verkürzten Käfer-Fahrgestell bauen. Ab 1971 kann man den Buggy als Karmann GF (für „Gute Fahrt“) kaufen. Automobilbauer liefert bis 1974 sowohl Bausätze als auch komplette Neufahrzeuge. Verwendet werden 1300er- und 1500er-Motoren mit 44 PS aus dem Käfer.

Ein Massenerfolg wurden die spartanischen Offen-Flitzer nicht. Aber es entwickelt sich sofort eine Fangemeinde. Viele Besitzer modifizieren ihre Fahrzeuge im Laufe der Jahre zu teils abenteuerlich wirkenden Kreationen mit reichlich Chrom und Effektlack, so dass original erhaltene Buggys heute großen Seltenheitswert haben und überaus gesucht sind.

Buggy up!
Zurück in die Gegenwart: Die über 40 Jahre junge Buggy-Idee erlebt ihre Fortsetzung in moderner Interpretation. Auf der diesjährigen IAA wurde die Buggy-Variante des neuen Volkswagens up! Vorgestellt und war einer der heimlichen Stars. Nicht mehr wie seine Vorbilder aus GFK gebaut, sondern aus sicherem Hightech-Leichtbaustahl. Noch eine Studie, aber wer weiß: Ausgelassener Fahrspaß wird auch in der Zukunft gefragt sein.