Vulkan Merapi ist wieder aktiv: Zählt
zu gefährlichsten Vulkanen Indonesiens

Asche schießt kilometerhoch in den Himmel Glühend heiße Wolke vernichtet alles Leben

Vulkan Merapi ist wieder aktiv: Zählt
zu gefährlichsten Vulkanen Indonesiens © Bild: Reuters

Mit seinem schwersten Ausbruch seit Beginn der jüngsten Eruptionen hat der indonesische Feuerberg Merapi Panik ausgelöst. Mehr als 1.500 Meter schoss heiße Asche in den Himmel. Die Bewohner des Berges flohen in Angst, berichteten die lokalen Medien. Mit Lastwagen, Autos und Krankenwagen holten Helfer aus dem zehn Kilometer entfernten Bezirk Boyolali die gerade zum Vulkan zurückgekehrten Menschen aus der Gefahrenzone. Über neue Todesopfer lagen zunächst keine Berichte vor.

Fachleute warnten unterdessen vor gefährlicher Aktivität des Vulkans Anak Krakatau. Dessen Temperatur sei in den vergangenen Tagen gestiegen, Rauch steige auf. Fischer und Touristen wurden aufgefordert, mindesten zwei Kilometer Sicherheitsabstand vom Berg zu halten. Die Vulkaninsel liegt zwischen Java und Sumatra. Anak Krakatau bedeutet "Kind des Krakatau". Er ist an der Stelle des früheren Vulkans Krakatau entstanden. Als dieser 1883 ausbrach, waren weltweit Auswirkungen zu spüren. Mehr als 36.000 Menschen starben.

Die glühend heiße Aschewolke des Merapi verbrannte bis zu vier Kilometer südlich des Vulkans alle Bäume und vernichtete die Ernte der Bauern. Tiere, die nicht flüchten konnten, starben in der Hitze. Vulkanasche legte sich über Dörfer im Bezirk Klaten und Boyolali, wie der Chef der Geologie-Behörde in der Stadt Yogyakarta berichtete. Die Regierung ordnete die Räumung des Gebietes zehn Kilometer um den Vulkan an. Die Behörden haben jedoch Schwierigkeiten, die Bewohner zum Verlassen der Gefahrenzone zu bewegen. Der Berg gilt vielen als heilig.

Der Vulkan Merapi war nach vier Jahren Ruhe am vergangenen Dienstag erstmals wieder ausgebrochen, seitdem kamen 38 Menschen durch den Feuerberg ums Leben. Der Merapi gehört zu den aktivsten und gefährlichsten Vulkanen der Welt. Zusammen mit dem Tsunami auf den indonesischen Mantawi-Inseln kamen innerhalb weniger Tage insgesamt fast 500 Menschen ums Leben.

(apa/red)