VP-Spitzenkandidat Strasser im NEWS-Talk:
"Stiftungsgelder für den SPÖ-Wahlkampf?"

NEWS: Der Ex-Minister über das Duell mit Swoboda EU-Kommissar: "ÖVP hat mehrere gute Kandidaten"<br>Meinung: Was halten Sie vom VP-Spitzenkandidaten?

VP-Spitzenkandidat Strasser im NEWS-Talk:
"Stiftungsgelder für den SPÖ-Wahlkampf?" © Bild: APA/Neumayr

Der umstrittene ÖVP-Spitzenkandidat Ernst Strasser soll mit seiner Bekanntheit die Anhängern zu den Wahlurnen treiben. Im NEWS-Interview spricht er über das parteiinterne Duell mit Othmar Karas, einen EU-Beitritt der Türkei und den nächsten österreichischen EU-Kommissar. Außerdem fragt er sich, ob der Wahlkampf der SPÖ eventuell von Stiftungsgeldern bezahlt wird.

NEWS: Das Duell Strasser - Karas scheint einen Mobilisierungseffekt zu haben. War das Absicht?

Strasser: Durch eine Vorzugsstimmenkampagne kann man das Wählerpotenzial besser ausnützen. Es ist gut, dass jeder in seinem Bereich möglichst viele Menschen anspricht. Ich habe auch in Tirol die Menschen gebeten, Richard Seeber ihre Vorzugsstimme zu geben.

NEWS: Es stört Sie nicht, dass alle noch lebenden ehemaligen ÖVP-Parteichefs Othmar Karas unterstützen und nicht Sie?

Strasser: Ich freue mich, dass jene, die Verantwortung getragen haben, sich engagieren.

NEWS: Bestehen Sie auf einen Kommissar aus der ÖVP?

Strasser: Ich glaube, dass die ÖVP eine ganze Reihe sehr guter Kandidatinnen und Kandidaten hat, und die Volkspartei hat bis jetzt zwei Kommissare gestellt, die Österreich sehr gut in Europa vertreten haben.

NEWS: Sie werfen der SPÖ einen Zickzackkurs in EU-Fragen vor. Beim Thema Türkei-Beitritt hat die ÖVP aber auch keine einheitliche Linie.

Strasser: Wir haben eine ganz klare Linie. Die Verhandlungen sind auf Eis gelegt, das ist ÖVP-Linie, und das ist gut so. Aus meiner Sicht ist die Türkei nicht reif für einen Beitritt, da gibt es keinen Unterschied zu Othmar Karas.

NEWS: Ist das ein grundsätzliches Nein zur Türkei?

Strasser: In der Zeit, die ich überschauen kann, sehe ich keine Möglichkeit eines Beitritts.

NEWS: Wie wollen Sie die guten Umfragewerte bis 7. Juni ins Trockene bringen?

Strasser: Wir werden klarmachen, dass die SPÖ und Hannes Swoboda nur leere Versprechen bieten. Er will mehr Transparenz, das hat er vor fünf Jahren schon gefordert. Die größte Herausforderung ist die Wirtschaftskrise. Wir wissen, dass die SPÖ keine Ahnung vom Wirtschaften hat, siehe Bawag, Konsum bis hin zu den Stiftungen. Wird vielleicht ein Teil des Wahlkampfes aus den Stiftungserträgen bezahlt? Wenn Swoboda von Transparenz redet, fordere ich ihn auf, das offenzulegen.

Das Interview führte Hanna Simons

Wo die Parteien derzeit stehen, verrät Ihnen die EU-Umfrage im NEWS 22/09

Kommentare

Strasser überzeugt... ... es ist gut, dass die ÖVP mit Othmar Karas breit aufgestellt ist. Wer kennt schon die Zweitplatzierten bei anderen Parteien?

Hannes Swoboda hat doch mit Siemens-Lobbyistin äh Chefin Ederer (die jetzt Sozialverträglich ein paar 100 Jobs "abbaut" ;)) eine Lobbyistin im Haus...

Wie schauts eigentlich aus mit den SPÖ Stiftungen, es steht ja die Behauptung im Raum, dass diese den SPÖ Wahlkampf finanziert haben, zumindest bestreiten die SPÖ das nicht.

Die einzige klare Linie War bei STRASSER Parteibuchwirtschaft der Extraklasse. Das hat STRASSER sauber ungesetzt.

Diese Heuchelei vor einer Wahl nervt und ist eigentlich eine Lachnummer. STRASSER kann nicht überzeugen.

Und was die Kosten des Wahlkampfs betrifft, so wurde wohl durch die ÖVP in Form und Anzahl der Plakate mehr als übertrieben.

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