Flüchtlinge in Votivkirche von

Notquartier ohne "Camper"

Niemand aus Asyl-Camp in Caritas-Einrichtung. Hungerstreik wird fortgesetzt.

Flüchtlinge in der Votivkirche © Bild: APA/M. Gruber/Expa

Die "Flüchtlings-Camper" aus der Wiener Votivkirche sind weiter nicht bereit, das Gotteshaus zu räumen und Ersatzquartiere zu beziehen. Zwar wurde - wie berichtet - eine Notunterkunft der Caritas am Montag von gut 60 Flüchtlingen bezogen. Jedoch stellte sich nachträglich heraus, dass keiner von ihnen aus dem Asyl-Camp kam. In der Votivkirche selbst kam es bei den beiden Christmetten zu kleineren Zwischenfällen, eine versuchte Protestaktion im Stephansdom wurde schon vor den Türen der Kirche abgefangen.

Ursprünglich war die Caritas davon ausgegangen, dass jene Flüchtlinge, die ins Notquartier gekommen waren, aus dem Camp stammen. Als am Abend die Daten erhoben wurden, kam jedoch heraus, dass nicht ein einziger dieser Flüchtlinge auf jener 71 Personen umfassenden Camper-Liste stand, die dem Innenministerium von den Asylsuchenden übergeben worden war.

Da auch Frauen mit kleinen Kindern in das Notquartier gekommen waren, durften die 60 Personen die Nacht über bleiben, erhielten ein Frühstück, wurden dann aber gebeten, in ihre bisherigen Unterkünfte zurückzukehren. Das (betreute) Quartier steht jedoch weiter für die Flüchtlinge aus dem Votivkirchen-Camp zur Verfügung.

Geschwächt durch Hungerstreik

Dort befinden sich mindestens 15 Personen im Hungerstreik, die laut Schwertner teils schon sehr geschwächt sind. Die Johanniter haben in der Nacht ihre Betreuung übernommen. Von Erpressung kann aus Sicht des Caritas-Sprechers keine Rede sein. Die Flüchtlinge seien verzweifelt und hätten nur bescheidene Wünsche.

Bei den - von Polizisten in Zivilkleidung begleiteten - Weihnachtsgottesdiensten am Abend des 24. Dezember war es in der Votivkirche zu zwei kleineren Störaktionen gekommen. Aktivisten versuchten sich während der Metten zu Wort zu melden bzw. danach Flugblätter zu verteilen. In beiden Fällen konnte die Lage offenbar rasch beruhigt werden. Gescheitert war ein Versuch von Aktivisten, am Montagnachmittag in den Stephansdom vorzudringen. Die Polizei fing die Personen rechtzeitig ab.

Im Innenministerium wurde am Dienstag noch einmal darauf verwiesen, dass das Ressort seine Zusagen vom letztwöchigen Gespräch mit Kirchen- und Flüchtlingsvertretern eingehalten habe. Das Angebot, jene Flüchtlingscamper, die in der Grundversorgung untergebracht sind, in ihre Quartiere zu führen, war von den Asylwerbern am Montag abgelehnt worden.

Kommentare

brauser49

In bereitgestellte Quartiere - wollen sie nicht. Zurueck nach Traiskirchen - wollen sie nicht.Essen wollen sie nicht ! Aber was wir wollen wissen wir: Zurueck in ihre Heimat und ob sie dort genug zu essen haben oder TV kann nicht unser Problem sein

Nudlsupp melden

Grundsätzlich ist es wohl menschlich nachvollziehbar, wenn Menschen die keine Lobby haben, die sie vertritt und für sie interveniert sich auf geeignete Art und Weise versucht Gehör zu verschaffen.

Aber auch hier sollte gelten, was für jedermann gilt: Das Hausrecht, in dem Fall der Kirche ist zu respektieren. Natürlich ist es für eine Kirche hart, in der öffentlichen Wahrnehmung damit konfrontiert zu sein, die Kirche räumen zu lassen, aber auch die Kirche muß wie jeder Privatmann das Recht haben, sein Hausrecht umzusetzen ohne verurteilt zu werden.

Zudem ja wohl Unterkünfte für die Asylanten zur Verfügung stehen, diese also ja nicht Wind und Wetter ausgesetzt wären.

Ich persönlich möchte mit keinem Asylanten tauschen, bin heilfroh über unsere Standards in Mitteleuropa, die so etwas nicht notwendig machen, umso mehr bin ich dafür wirklich Asylsuchenden die notwendige Hilfe zu gewähren. Diese Aktion halte ich aber für sehr unglücklich.

brauser49
brauser49 melden

Ich finde aber schon dass sie ZUERST lernen unsere z.B. Kirche zu respektieren bevor ihnen Ute Bock oder ein arabischer Winkeladvokat näher bringt wie man bei uns zu Geld vom Sozialamt kommt

Asylwerber ! Ab dorthin wo sie her sind. Ist zwar hart zu Weihnachten aber Asyl erpressen geht auch nicht.

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