Vorstoß in Riege der ÖVP-Politiker: Lopatka für Gehaltslimits in staatsnahen Betrieben

Manager sollten nicht mehr verdienen als Präsident "Ich wehre mich gegen automatische Erfolgsprämien"<br>PLUS: Was halten Sie von Gagenlimits - Ihre Meinung

Vorstoß in Riege der ÖVP-Politiker: Lopatka für Gehaltslimits in staatsnahen Betrieben © Bild: APA/Schlager

Mit Finanzstaatssekretär Reinhold Lopatka hat sich erstmals ein VP-Regierungsmitglied klar für ein Gehaltslimit für Manager in staatsnahen Betrieben ausgesprochen. "Ich habe kein Verständnis, wenn Manager in steuerlich stark subventionierten verstaatlichen Betrieben ein höheres Gehalt haben, als der Bundespräsident", erklärte Lopatka gegenüber ein österreichischen Tageszeitung. Der Bundespräsident verdient aktuell 22.848 Euro brutto monatlich.

Vor allem, wenn die Manager ihrer Verantwortung nicht gerecht werden, fehle ihm "jedes Verständnis für die bisherigen Gagen", erklärte Lopatka gegenüber "Österreich". Als Beispiel nannte er Manager der ÖBB, die ihre Hausaufgaben nicht gemacht hätten - er verwies er u.a. auf den wachsenden Schuldenstand des Unternehmens.

Automatische Erfolgsprämien
Außerdem will Lopatka in Zukunft Sonder-Ausschüttungen bei staatsnahen Betrieben an erbrachte Leistungen knüpfen. "Ich wehre mich dagegen, dass Manager automatisch Erfolgsprämien bekommen, ohne sie verdient zu haben."

(apa/red)

Kommentare

die frage nach der kontrolle wer und vor allem wie soll das ganze geregelt werden? natürlich stehen die spitzengehälter mancher manager nicht in relation zu ihrer arbeit, die sie leisten - aber das sich der staat, sprich die politiker als vertreter des volkes jetzt die regeln für die privatwirtschaft machen, ist meiner meinung nach nicht in ordnung.

Dann... ..müsste man noch jene Politiker,welche solche Manager einstellten zur verantwortung ziehen (siehe AUA)
Ferner müssten solche Manager meiner Meinung nach ,welche unverantwortlich handeln bzw.gehandelt hatten bis auf das Existenzminnimum gepfändet werden.

Na endlich... ...kommt auch die ÖVP drauf, dass es sich bei den Gagen einiger feiner Manager staatsnaher Betriebe, um eine Ungerechtigkeit handelt, die zum Himmel schreit. Bravo!

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