Vorstoß des BZÖ-Chefs: Landeshauptmann Jörg Haider fordert Einführung der Flat-Tax

Einheitlicher Satz soll noch vor der Wahl kommen Sondersitzung im Parlament vor 1. Oktober möglich

Ein Flat-Tax-System für Vermögensübertragungen, die Lohnsteuer und die Unternehmensbesteurung hat der Kärntner Landeshauptmann Jörg Haider in Klagenfurt gefordert. Anlass sei die Ankündigung von Finanzminister Karlheinz Grasser, die Erbschaftssteuer abschaffen zu wollen, was Haider grundsätzlich begrüßte. Durch das Bestehenbleiben der Einheitswerterhebung würde jedoch eine Art Bundes-Grundsteuer entstehen, die eine höherer Belastung als vorher darstelle, meinte der BZÖ-Politiker vor Journalisten.

Als einheitlichen Steuersatz "für alles was Vermögen ist", könne sich Haider den derzeitigen Satz der Kapitalertragsteuer (25 Prozent) vorstellen. Damit würde man "das abstruse System Einheitswert", abschaffen. "Natürlich soll es auch Freibeträge - etwa für Eigenheimbesitzer - geben", ergänzte der Landeshauptmann.

Die Besteuerung von Gehältern solle sich ebenfalls "Richtung Kapitalertragssteuer" bewegen. "Derzeit werden Lohn und Gehälter doppelt so hoch besteuert, wie Kapitalertrag", argumentierte Haider und fordert weiters eine einheitliche Unternehmenssteuer (Business-Tax).

Seine Vorschläge könnten noch vor der Nationalratswahl am 1. Oktober in einer Sondersitzung des Parlaments diskutiert und durchgesetzt werden, sagte der Landeshauptmann.
(apa/red)