Vorstand des "FC Kärnten neu" präsentiert: Jörg Haiders Ehefrau ist mit von der Partie

Entscheidung über Fusion mit Pasching nach 10. Mai

Ohne große Überraschungen ist das Vorstandsteam des "FC Kärnten neu" in Klagenfurt präsentiert worden. Neben dem derzeitigen Präsidenten Josef Steindorfer und Klagenfurts ehemaligem BZÖ-Vizebürgermeister Mario Canori soll auch Claudia Haider, Ehefrau des Kärntner Landeshauptmannes Jörg Haider, der Führungsriege angehören. Eine endgültige Entscheidung über den Zusammenschluss des Klagenfurter Vereins mit dem Bundesligaclub FC Superfund Pasching werde laut Canori erst nach dem 10. Mai fallen.

"Wir haben uns grundsätzlich auf die kaufmännischen, sportlichen und wirtschaftlichen Eckpunkte geeinigt", erklärte Canori, der derzeit als Chefverhandler der Kärntner Seite in Sachen Vereinsfusion auftritt. Eine Generalversammlung, die nach dem 10. Mai in Pasching tagen werde, müsse die "Übernahme" noch absegnen. Zustimmen muss das Gremium dann auch dem neu präsentierten Vorstand. "Eine Mehrheit ist zu erwarten", sagte Canori.

Der Ex-BZÖ-Politiker ist im Übrigen auch als FC Kärnten-Präsident vorgesehen. "Das ist der Vorschlag, aber es bedarf erst der Beschlüsse der zuständigen Gremien", winkte Canori ab.

Haslitzer ebenfalls im Vorstand
Weiters für den Vereinsvorstand beziehungsweise den Aufsichtsrat präsentiert wurden unter anderem ORF-Landesdirektor Willy Haslitzer, die Rechtsanwältin Alexandra Slama, Landesholding-Chef Gert Xander sowie die Unternehmer Harry Nessl, Walter Jarz und Robert Kanduth.

Der Kärntner Landeshauptmann Jörg Haider kündigte hingegen seinen Rückzug aus dem Fußballgeschäft an: "Ich war Mediator in einer schwierigen Situation, diese Funktion endet mit dem heutigen Tag". Nachsatz: "Wir sollten die Angelegeheit nicht vor der EURO 2008 politisch ausnutzen".

Sollte aus dem Zusammenschluss mit Pasching nichts werden, würde der präsentierte Vorstand auch für den "FC Kärnten alt" zur Verfügung stehen. Mit dem Erreichen einer Lizenz für die Zweite Liga wird jedenfalls gerechnet. "Damit sind wir auf für alle Fälle abgesichert", sagte Canori.

Als Nächstes werde jedoch geklärt, wer die Funktion als Trainer nach Richi Huber in Klagenfurt übernehmen solle. "Diese Frage wird in den kommenden Tagen entschieden", kündigte Canori an. Insgesamt würden Gespräche mit vier Kandidaten geführt. Zudem wolle man sich nun auch um frei werdende Spieler des krisengeschüttelten GAK bemühen, erklärte der Funktionär.

(apa/red)