Vorsicht beim Verzehr von Tafeltrauben:
Ärzte warnen vor Pestizid-Rückständen

Vor allem in kernlosen Trauben für Babys zu hoch Empfindlicher Organismus wird negativ beeinflusst

Vorsicht beim Verzehr von Tafeltrauben:
Ärzte warnen vor Pestizid-Rückständen

Konventionell angebaute Tafeltrauben weisen laut Studien erhöhte Mengen an Pestizid-Rückständen auf. Kernlose Tafeltrauben enthalten noch dazu mehr Pflanzenschutzmittel-Rückstände als solche mit Kern. Besonders der Organismus von Babys und Kleinkindern wird dadurch stark belastet.

Die Organisation "Ärzte für schadstofffreie Nahrung" und die Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) rieten daher zum Verzehr von Trauben aus ökologisch kontrolliertem Anbau.

"Mehrfach-Rückstände - also mehrere Pflanzenschutzmittel gleichzeitig -, wie sie bei zirka 25 Prozent der konventionell angebauten Trauben vorkommen, können unter Umständen den empfindlichen Organismus von Babys und Kleinkindern negativ beeinflussen", erklärte die Chemikerin.

Masselter erklärt den Grund für die erhöhten Pestizidmengen in Trauben: "Bei der Mehrzahl der nachgewiesenen Wirkstoffe handelt es sich um Insektizide und vor allem Fungizide, die gegen Insekten- und Pilzbefall eingesetzt werden", so die Chemikerin der AGES. "Speziell bei Trauben aus der nördlichen Hemisphäre - beispielsweise aus der Türkei, Spanien oder Griechenland - ist mit derartigen Pflanzenschutzmittel-Rückständen zu rechnen." (apa/red)