Vorsicht für Stohl vor Korsika geboten:
Nach Unfall mit Ersatzboliden unterwegs

'Trotzdem werde ich meinen gewohnten Speed gehen' Aigner will an gute Katalonien-Leistung anknüpfen

Vorsicht für Stohl vor Korsika geboten:
Nach Unfall mit Ersatzboliden unterwegs

Rallye-Pilot Manfred Stohl muss nach seinem Überschlag in Katalonien beim anstehenden 13. Lauf zur Rallye-WM auf Korsika den Fuß ein wenig vom Gas nehmen. Der Wiener vom OMV Kronos Citroen World Rally Team ist auf der Mittelmeerinsel nämlich auf einem für den übernächsten WM-Lauf in Japan vorgesehen gewesenen Boliden unterwegs und sollte es tunlichst vermeiden, sein Gefährt erneut zu demolieren.

"Natürlich hat man das Szenario im Hinterkopf, trotzdem werde ich meinen gewohnten Speed gehen, es macht keinen Sinn, wenn ich nur über die Sonderprüfungen rolle", meinte Stohl zur nicht idealen Ausgangslage vor der Asphalt-Rallye. Das Ziel seines Teams auf Korsika sei es, gemeinsam mit Asphaltspezialist Francois Duval, den 18-Punkte-Rückstand auf das derzeit viertplatzierte Team Stobart M-Sport Ford Team (Henning Solberg, Jari-Matti Latvala) zu verringern.

Die "Rallye de France - Tour de Corse" geht in Ajaccio mit dem gewohnten Show-Start los. Von Freitag bis Sonntag stehen 16 Sonderprüfungen mit 359 Kilometern auf dem Programm. WM-Titelverteidiger Sebastien Loeb (Citroen C4) hat sich in Katalonien mit seinem sechsten Saisonsieg im Kampf um den WM-Titel wieder ins Spiel gebracht, sein Rückstand auf den Führenden Finnen Marcus Grönholm (Ford Focus) bei vier ausständigen Rennen beträgt lediglich sechs Punkte. Loeb peilt seinen dritten Korsika-Sieg in Folge an: "Die Korsika-Rallye ist neben Monte Carlo und Deutschland meine Rallye. Es ist mein Heimrennen, hier haben ich auch meinen ersten Titel geholt. Die Rallye ist wirklich wichtig für mich."

Aigner hoffnungsvoll
Der Steirer Andreas Aigner, der in Spanien die Gruppe N für sich entschieden hatte, will auch diesmal vorne mitmischen. Die Konkurrenz wird im Vergleich zu Spanien aber deutlich stärker sein. "Ich will auf alle Fälle an die zuletzt gezeigte Leistung anschließen. Durch das zusätzliche Starterfeld wird das Siegen aber ungleich schwerer", betonte Aigner. Außerdem erwartet die Fahrer auf Korsika eine völlig andere Streckencharakteristik mit engen und winkeligen Prüfungen. Für die P-WRC-WM werden die Läufe in Katalonien und auf Korsika nicht gewertet, um WM-Punte geht es erst wieder in Irland (16.-18.11.) und Wales (30.11.-2.12.). (apa/red)