Vorsicht bei Sparcards: Bei Kleinbeträgen laut Konsumentenschützer Verluste möglich

VKI: Nur bei richtigem Einsatz werfen sie Erträge ab Hohe Konto- & Kartengebühren schmälern Erspartes

Bei Sparcards für täglich fälliges Geld müssen Konsumenten mit Verlusten rechnen, wenn nur Kleinbeträge eingezahlt werden. Das ergab ein Test des Vereins für Konsumentenschutzinformation (VKI), bei dem die Konsumentenschützer im Jänner 2005 auf 13 täglich fällige Sparcards jeweils 50 Euro einbezahlt und anschließend keine weiteren Transaktionen mehr durchgeführt hatten: Bei neun Instituten wurde das Startkapital nach zwei Jahren "deutlich weniger".

"Vor allem bei Kleinbeträgen wirken sich die hohen Kontoführungs- und Kartengebühren besonders stark aus", berichtete "Konsument"-Finanzexpertin Gabi Riener. Wer mit seiner Sparcard - anders als vorgesehen - auch regelmäßig beim Bankschalter ein- und auszahle, müsse auf Grund der anfallenden Kosten mit einem geschmälerten Guthaben - selbst bei hohen Zinsen - rechnen. Konsumenten müssten bei Sparcards daher neben den Zinsen auch auf mögliche Spesen achten.

Richtiger Einsatz ist wichtig
Damit eine Sparcard einigermaßen Ertrag abwerfe, müsse sie richtig eingesetzt werden, raten die Konsumentenschützer. Ein- und Auszahlungen sollten am besten ausschließlich an den Foyer-Terminals der Banken durchgeführt werden, in manchen Fällen seien Auszahlungen auch an Bankomaten möglich. Für Internet-User seien Online-Sparprodukte empfehlenswerte Alternativen.

Bei Volksbank Salzburg bleibt am wenigsten übrig
Im VKI-Test unter 13 Sparcards blieben bei der Volksbank Salzburg nach zwei Jahren sogar nur 41 Euro übrig - ein Minus von fast 20 Prozent. Gute Zinsen ganz ohne Kosten biete hingegen die "Österreichische Verkehrskreditbank", bei der das Guthaben auf immerhin 51,56 Euro angewachsen sei, berichtet der VKI.

Kontoführungs- und Kartengebühren von bis zu 11,30 Euro pro Jahr (Raiffeisenlandesbank Kärnten) müssten erst einmal durch Guthabenzinsen wettgemacht werden, führt der VKI weiter aus. Auch Transaktionsspesen von bis zu 2,31 Euro (BA-CA) würden ins Gewicht fallen. Auch Kontoschließungen kämen teuer: Die Hälfte der Anbieter verlange Gebühren (zwischen 3,63 und 10 Euro), negativer Spitzenreiter sei die Raiffeisenlandesbank Kärnten mit Kontoschließungskosten von 20 Euro.

(apa/red)