Für 2018 von

Die Vorsätze der
News.at-Redaktion

Keine Vorsätze, viele Chancen und das Übliche: Das nehmen wir uns vor. Und Sie?

2018 © Bild: iStockphoto/franckreporter

Das neue Jahr naht mit großen Schritten. Für viele Zeit, sich endlich gute Vorsätze zu überlegen bzw. diese "nun aber wirklich" ab 1. Jänner in die Tat umzusetzen. Wir haben uns einmal selbst gefragt: Was sind unsere Vorsätze? Hier die Antworten aus unserer Redaktion. Und Sie?

Keine Vorsätze zu Neujahr

Silvester ist für mich ein willkommener Anlass, mit Freunden oder Verwandten zusammen zu sein, ich fiebere dem Jahreswechsel aber nicht aufgeregt entgegen, für mich ist es der vielzitierte "Tag wie jeder andere". Der Tradition, gute Vorsätze zu fassen, nur um sie spätestens am 10. Jänner wieder über Bord zu werfen, kann ich daher ebenfalls nur wenig abgewinnen. Ich persönlich kann mich nicht erinnern, zum Jahreswechsel jemals echte, ernstgemeinte Vorsätze gefasst zu haben. Natürlich war ich auch schon mal fest dazu entschlossen, im kommenden Jahr etwas abzunehmen, doch das war’s auch schon. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass es effektiver ist, gute Vorsätze unterm Jahr zu fassen und mit der Umsetzung sofort anzufangen. (Tanja Fischl, Leute-Redaktion)

Vorsätze: Keine. Chancen: Viele.

Dieser Tage habe ich zum ersten Mal eine Art "Kassensturz" gemacht. Mir ein leeres A3-Blatt (und ein Glas Wein) genommen, mein Leben in fünf Bereiche gegliedert und den jeweiligen Status quo niedergeschrieben. Daraus haben sich viele Chancen für das nächste Jahr ergeben, "Vorsätze" möchte ich sie bewusst nicht nennen. Vieles davon sind kleine Dinge, etwa Bücher, die ich lesen möchte, Uni-Prüfungen, die ich noch absolvieren sollte oder Mini-Ziele wie täglich vor Mitternacht schlafen zu gehen und für den nächsten Tag vorzukochen. Daneben befinden sich aber auch größere Themenblöcke. So möchte ich mich 2018 in irgendeiner Art und Weise gesellschaftlich engagieren, gute Geschichten schreiben, mehr Achtsamkeit in freundschaftliche und familiäre Beziehungen legen und mich selbst besser kennenlernen. Ganz groß habe ich mir aber folgenden Spruch aufgeschrieben: Das Leben erwartet nicht, dass wir die Besten sind. Nur, dass wir unser Bestes versuchen. (Tamara Sill, Redaktion)

Handy aus

Ich halte eigentlich nicht viel von guten Vorsätzen, die nur gemacht wurden, weil ein neues Jahr beginnt und "man das eben so macht". Dieses Jahr schiebe ich allerdings ein paar Vorhaben schon Tag für Tag oder sogar Woche für Woche vor mir her - immer mit diesem "Aber morgen dann wirklich" im Kopf. Schlussendlich wurde nun aus dem "Morgen" der erste Jänner (na gut, vielleicht der zweite, da ist der Urlaub auch vorbei), um endlich wirklich – und das ist ein ganz fester Vorsatz – weniger häufig mein Handy in Anwesenheit meines Kindes zu checken und damit das wirklich Wichtige dem zu allermeist ohnehin Unwichtigen vorzuziehen. Weniger Schokolade soll sich nach den Weihnachtsvöllereien auch einfacher durchsetzen lassen, ebenso wie Vorsatz Nummer drei, weniger Fleisch zu konsumieren. (Nina Edler, Redaktion)

Von "Klassikern" und der lieben Schokolade

Es sind die üblichen, fast schon verdächtigen Vorsätze, die jedes Jahr wieder aufs Neue hervorgekramt werden. Mehr Sport, mit dem Rauchen aufhören und vielleicht ein bisschen weniger Schokolade. Für dieses Jahr entscheide ich mich für eins. Mehr Sport. Mit dem Rauchen muss ich nicht aufhören und damit anzufangen wäre jetzt auch nicht wirklich sinnvoll. Weniger Schokolade - Gut, ich werde mich mäßigen; aber wenn ich doch schon mehr Sport treibe, ist dann das "bisschen" Schokolade auch schon wieder notwendig für die Energiezufuhr. (Ann Kathrin Hermes, Leitung news.at)

Alltag raus - Ruhe rein

Ein ganz wichtiger Vorsatz für mich ist, dass ich mir 2018 mehr Zeit nehme für persönliche Treffen mit Freunden und Familie. Es kann einfach nicht so weitergehen, dass bei mir immer öfter ein Telefonat oder ein Whatsapp-Chat, die klassischen "Trasch-Treffen" ersetzen. So praktisch und zeitsparend der Kontakt über das Handy ist - es ist aber einfach nicht das Gleiche. Nichtraucherin bin ich ja schon seit August 2017 – das möchte ich auch im kommenden Jahr bleiben. Ich nehme mir also ganz fest vor, allen Versuchungen weiterhin zu widerstehen, auch wenn sich der Gesetzgeber gerade ein bisschen kontraproduktiv einbringt ... Aber egal, nur die Harten kommen durch. ;-)

Von Diäten halte ich nichts. Von Sport aber schon. Ich möchte also wieder öfter ins Schwitzen kommen. Und ich weiß, es ist reine Kopfsache. Die Zeit ist immer da – also bitte erinnert mich daran!! Und weil ich gerade von Zeit gesprochen habe: Auch die möchte ich mir 2018 bewusst nehmen, um zur Ruhe zu kommen. Meditation eignet sich perfekt dazu, sich aus dem Alltag rauszunehmen und sich selbst etwas Gutes zu tun. Zugegebener Maßen habe ich im vergangenen Jahr nicht oft meditiert, möchte es mir aber ganz bald zur Gewohnheit machen." (Evelin Past, Social Media)

Weniger ist mehr

Der Alltag hat mich fest im Griff. Ein To-do jagt das andere, und der berühmte Freizeitstress gibt den Ton an. Warum? Keine Ahnung. Trotzdem schwimme ich mit. Und bereue es danach. An sich halte ich ja nicht viel von Neujahrsvorsätzen. Aus dem einfachen Grund, dass sie lediglich das Gewissen belasten, weil man sie meist ohnehin nicht einhält. Dieses eine Bestreben scheint mir aber wichtig genug, um eine Ausnahme zu machen. Mein Leitsatz fürs neue Jahr (und vielleicht ja auch schon davor) lautet daher: Weniger ist mehr. Das dafür dann aber auch richtig. Nicht 735 To-dos pro Tag zwischen Tür und Angel erledigen, sondern den Blick aufs Wesentliche richten und dem die volle Aufmerksamkeit schenken. Zeit nehmen - für ein Gespräch, einen Spaziergang, ein gutes Buch. Und damit auch wieder ein bisschen mehr Ruhe in den hektischen Alltags einkehren lassen. (Klara Vakaj, Leben-Redaktion)

Bengerl statt Engerl

Der Absatz zum Vorsatz fällt als Gegner der sogenannten guten Vorsätze nicht gerade leicht. Vor allem dann, wenn man innerlich schon weiß, dass man sich im neuen Jahr garantiert nicht langfristig daran halten wird. Mein "Vorsatz" zum neuen Jahr - eingeflüstert vom Bengerl - lautet daher: Lieber keine Vorsätze, wenn du ehrlich zu dir bist. (Carina Pachner, Redaktion)