Britney Spears: "Ich bin so wütend"

US-Popstar Britney Spears kämpft erneut vor Gericht um ihre Freiheit: Seit 2008 steht sie unter der Vormundschaft ihres Vaters. "Ich bin traumatisiert. Ich bin nicht glücklich, ich kann nicht schlafen. Ich bin so wütend", sagte die Sängerin bei der Anhörung.

von Britney Spears © Bild: Matt Winkelmeyer/Getty Images

Britney Spears hat sich nach ihrer emotionalen Gerichtsanhörung an ihre Fans gewandt. "Ich entschuldige mich dafür, so getan zu haben, als sei ich okay gewesen in den vergangenen zwei Jahren", schrieb sie auf Instagram. Sie habe das aus Stolz und aus Scham gemacht. "Glaubt mir oder nicht, so zu tun, als sei ich okay, hat mir tatsächlich geholfen", sagte Spears weiter. Ihr Instagram-Account habe ihr das Gefühl gegeben, etwas zu bedeuten, trotz allem, was sie durchgemacht habe.


Britney Spears
© imago images/ZUMA Wire Fans demonstrieren vor dem Gericht für die Freiheit ihres Idols.

»Ich bin nicht glücklich, ich kann nicht schlafen«

Die 39-Jährige hatte bei der Anhörung am Mittwoch ein Ende der seit 2008 bestehenden Vormundschaft über ihre Person und ihre Finanzen gefordert. "Ich bin traumatisiert. Ich bin nicht glücklich, ich kann nicht schlafen. Ich bin so wütend", sagte die Sängerin in einer Video-Schaltung, wie der US-Sender CNN und andere Medien berichteten. Spears erklärte weiter, sie fühle sich von ihrer Familie und von Managern ausgenutzt. Sie werde von allen kontrolliert und könne selbst nicht über ihr Leben bestimmen.

Free Britney
© APA/Getty Images via AFP/GETTY IMAGES/Rich Fury "Free Britney!" lautet das Credo der Fangemeinde.

Zu der Anhörung vor Richterin Brenda Penny in Los Angeles waren unter anderem Spears' geschiedene Eltern, Jamie und Lynne Spears, sowie ihr Anwalt zugeschaltet. Im April hatte die Sängerin ("Baby One More Time") die Anhörung beantragt. In dem Rechtsstreit mit ihrem Vater um ihre Vormundschaft hatte sich Spears bis dahin selbst kaum öffentlich geäußert. Nachdem die Sängerin wegen beruflicher und privater Probleme psychisch zusammengebrochen war, hatte ein Gericht 2008 entschieden, ihrem Vater die Vormundschaft zu übertragen.