Vorläufige Entscheidung: Sofiensäle sollen vor nächstem Winter geschützt werden

Konkretes Konzept für Nutzung aber weiterhin offen ARWAG: "Clubbings wird es nicht mehr geben"

Vorläufige Entscheidung: Sofiensäle sollen vor nächstem Winter geschützt werden

Die Wiener Sofiensäle sollen vor dem nächsten Winter geschützt werden - das betonten Barbara Neubauer vom Bundesdenkmalamt und ARWAG-Generaldirektor Franz Werner Hauberl am Dienstag in der Brandruine. Nach wie vor gibt es jedoch kein konkretes Nutzungskonzept für einen der ehemals beliebtesten Veranstaltungsorte der Bundeshauptstadt, der im Sommer 2001 ein Raub der Flammen geworden war.

Das Thema "Wohnen" werde allerdings eine Rolle spielen, verriet Hauberl - dessen Unternehmen das Gebäude inzwischen besitzt. Eine "extreme Nachtnutzung" wie der Vorbesitzer habe man nicht im Sinn. Dadurch habe man sich nur das Umfeld zum Feind gemacht. "Clubbings wird es nicht geben", stellte Hauberl klar. Angedacht seien allerdings "temporäre Kleinveranstaltungen" wie etwa Vernissagen. Hinsichtlich eines finanziellen Limits für den Bau wollte sich Hauberl nicht äußern.

Die ARWAG werde für den Schutz des Denkmals vor der Witterung sorgen, insoweit dieser von Seiten der Experten des Bundesdenkmalamtes und von Chefrestaurator Gerald Hollnbuchner als zweckmäßig eingeschätzt werde, hieß es bei der ARWAG. Man strebe eine Baugenehmigung für den Herbst 2007 an, erklärte Hauberl. Sanierungsmaßnahmen im denkmalgeschützten Bereich könnten jedoch früher stattfinden.

Denkmalgeschützt sei der Bereich des ehemaligen Konzert- und Ballsaals inklusive der Wände sowie der Vorbau samt Säulen, sagte Neubauer. Restaurator Hollnbuchner wurde von der ARWAG beauftragt, Abdrücke der vorhandenen künstlerisch und architektonisch wertvollen Bauglieder und Ausstattungselemente herzustellen, damit jene, die im Zuge des Brandes beschädigt wurden, originalgetreu wiederhergestellt werden können. Beginnen wolle er mit seiner Arbeit spätestens am Montag, abgeschlossen solle sie Mitte Oktober sein. (apa/red)