Vorhang auf für die Salzburger Festspiele:
"Olympische Spiele der Kunst" eröffnet!

Erstmals unter der Intendanz von Jürgen Flimm Bis 31. August insgesamt 180 Veranstaltungen

Vorhang auf für die Salzburger Festspiele:
"Olympische Spiele der Kunst" eröffnet!

In der Felsenreitschule sind die 87. Salzburger Festspiele feierlich eröffnet worden. Festspielpräsidentin Rabl-Stadler begrüßte alle Freunde der Salzburger Festspiele, allen voran Bundespräsident Fischer und EU-Kommissarin Ferrero-Waldner. Bis zum 31. August stehen unter dem Motto "Nachtseite der Vernunft" insgesamt 205 Veranstaltungen auf dem Programm.

Rabl-Stadler wünschte allen Gästen der Festspiele, sich verzaubern zu lassen von den 205 Veranstaltungen dieses Sommers. Besonders hob sie das West-Eastern Divan Orchester von Daniel Barenboim hervor, der mit seinem Orchesterprojekt direkt an die Friedensidee der Festspielgründer anknüpfe.

Fischer mahnte in seiner Eröffnungsrede die gemeinsame Verantwortung aller Staaten Europas "für Menschenrechte und für das über Jahrhunderte entwickelte europäische Menschenbild" ein. Auch Kulturministerin Schmied trat in ihrer Rede für ein friedliches Miteinander, Toleranz und Respekt ein.

"Olympische Spiele der Kunst"
Landeshauptfrau Burgstaller hieß den neuen Konzertchef Markus Hinterhäuser und den neuen Schauspielchef Thomas Oberender willkommen. Mit dem neuen Intendanten Jürgen Flimm übernehme "ein leidenschaftlicher Theatermann" die künstlerische Leitung.

Burgstaller bedauerte zwar, dass Salzburg den Zuschlag für die Austragung der Olympischen Winterspiele 2014 nicht bekommen habe. Für die Olympischen Spiele der Kunst sei Salzburg der "logische Austragungsort", betonte sie. "Damit das auch so bleibt, müssen wir uns kräftig anstrengen". Es gelte auch den Auftrag hinter diesen Festspielen zu erkennen, der sich nicht auf schöne Unterhaltung reduzieren lasse.

"Nachtseite der Vernunft"
Heuer stehen bei den Festspielen unter dem Motto "Nachtseite der Vernunft" bis zum 31. August 205 Veranstaltungen aus den Bereichen Oper, Konzert und Schauspiel auf dem Programm. Den Beginn macht am Freitag Thomas Bernhards Schauspiel "Ein Fest für Boris" unter der Regie von Christiane Pohle im Landestheater. Kurz danach startet im Großen Festspielhaus das Musikprogramm: Franz Welser-Möst dirigiert ein Konzert der Wiener Philharmoniker. (apa/red)