Vorbereitung auf Mission Klassenerhalt: Austria plant im Winter drei Trainingslager

Schlusslicht auf der Suche nach 'Spielern mit Qualität' Tokic, Blanchard und Wallner sollen gehalten werden

Für den Großteil des Kaders der Wiener Austria startet der Fußball-Alltag schon wieder am 2. Jänner mit dem Training. Und vom 4. bis 7. Jänner steht das zu neuem Leben erweckte Stadthallen-Turnier auf dem Programm. Der Kampf gegen den Bundesliga-Abstieg wird vom Schlusslicht am 24. Februar in Innsbruck gegen Wacker Tirol aufgenommen.

Für die Langzeit-Verletzten oder Rekonvaleszenten wie Vachousek, Schiemer und Co. bzw. die "Dauerbrenner" und WM-Teilnehmer wie Blanchard, Tokic, Kiesenebner sowie Radomski dauern die Ferien etwas länger. Sie müssen erst am 4. bzw. 7. Jänner zurück sein. "In der Halle werden die spielen, die auch fit sind, bei denen es keine medizinischen Bedenken gibt", sagen Trainer Georg Zellhofer und Generalmanager Thomas Parits unisono. Das heißt aber noch lange nicht, dass die Veilchen den Bandenzauber auf die leichte Schulter nehmen.

Drei Trainingslager geplant
Im Gegenteil, die Violetten haben als Rekordsieger am Vogelweidplatz eine Tradition und eine Verpflichtung gegenüber den Zuschauern und den Fans. "Das Turnier ist natürlich auch wirtschaftlich interessant, deshalb haben wir es ja auch wieder ins Leben gerufen", sagt Klubmanager Markus Kraetschmer. Nach dem Stadthallen-Auftritt sind Anfang des Jahres in der Vorbereitung für den kompletten Kader gleich drei Trainingslager geplant.

Das Kondi-Camp wird vom 13. bis 20. Jänner in Belek (Türkei) aufgeschlagen, ein Team-Building mit Skilanglauf ist für die Zeit vom 9. bis 11. in Planung und das Haupttrainingslager soll vom 4. bis 15. Februar stattfinden. Dafür sind die Destinationen Türkei, Spanien und Dubai in der engeren Auswahl. "Wir sind gerade dabei, aus den uns vorliegenden, verschiedenen Angebote auszuwählen", sagt dazu Kraetschmer.

Suche nach Verstärkungen
Noch heuer, spätestens aber im Jänner, wenn der internationale Transfermarkt seine Pforten geöffnet hat, sollen die zwei, drei neuen Spieler als Verstärkung eingekauft sein. "Wir sind auf der Suche nach Neuen mit Qualität, die uns helfen können. Ob das Ausländer oder Österreicher sind, ist egal. Konkrete Namen gibt es noch nicht", erklärte Parits, der vor der Barcelona-Reise noch ein Gespräch mit Mäzen Frank Stronach geführt hatte.

Tokic soll bleiben
Parits glaubt weiter fest daran, dass der Magna-Magnat der Austria erhalten bleibt und auch Geld zur Verfügung stellt. Vom aktuellen Kader soll u.a. Mario Tokic bleiben, der auf eine Klausel im Vertrag mit einer automatischen Verlängerung nach einer gewissen Einsatzzeit freiwillig verzichtet hat.

"Er wird ein Angebot erhalten, wir wollen ihn weiter verpflichten. Es soll auch ein Zeichen sein, dass wir an einer guten Mannschaft arbeiten", sagte der 60-jährige Ex-Teamspieler mit violettem Blut. "Ich würde auch gerne bleiben, trotz aller Probleme", meinte der kroatische Abwehr-Chef Tokic. Andere Routiniers wie der französische Kapitän Jocelyn Blanchard oder Stürmer Roman Wallner bekunden in schwierigen Austria-Zeiten ebenso ihre Vereinstreue.

(apa/red)