Vorarlberg von

Hungerstreik gegen Abschiebung

Tschetschenen demonstrieren für Mann, den in Russland "sicherer Tod" erwarten soll

Hungerstreik © Bild: Thinkstock.de

Rund zwei Dutzend in Vorarlberg lebende Tschetschenen sind laut einem Bericht von "Vorarlberg Online" im Caritas Center in Feldkirch in Hungerstreik getreten, um einen tschetschenischen Familienvater vor der geplanten Abschiebung nach Russland zu bewahren. Der Mann, dessen Asylanträge rechtskräftig abgelehnt worden waren, ist am Montag in Schubhaft genommen worden. Er würde von seiner schwangeren Frau und seinem zehnmonatigen Sohn getrennt, die bleiben dürften. Zudem erwarte den Mann in Russland "der sichere Tod", so die Demonstranten.

Der Mann befindet sich seit Montag in Schubhaft im Polizeianhaltezentrum in Bludenz, wo er am Vormittag einen Suizidversuch begangen haben soll. Noch am Dienstag soll er laut dem Bericht via Wien nach Russland abgeschoben werden, nachdem seine drei Asylanträge rechtsgültig abgelehnt wurden. Seine Frau befinde sich aufgrund der Situation und der bevorstehenden Abschiebung im Landeskrankenhaus Bregenz, hieß es.

Die Gruppe von Demonstranten hatte sich am Dienstagvormittag im Caritas Center Feldkirch eingefunden. "Wir werden hier solange streiken, bis unser Freund freigelassen wird", erklärte ihr Sprecher gegenüber dem Onlineportal. Man wolle sämtliche in Vorarlberg lebende Tschetschenen zum Streik aufrufen. Am Dienstagabend verließ die Gruppe das Gebäude, kündigte aber weitere Proteste für Mittwoch an.

Caritas: Humanitäres Bleiberecht abwarten

Die Caritas hat sich dafür ausgesprochen, vor einer allfälligen Abschiebung des Tschetschenen das Verfahren zum humanitären Bleiberecht abzuwarten. Man solle dem Recht auf Familienleben entsprechend Gewicht geben, erklärte Martin Fellacher, Fachbereichsleiter der Caritas, in einer Aussendung. Nach den Buchstaben des Gesetzes hätten die Behörden korrekt gehandelt, aus menschlicher Sicht sei die geplante Abschiebung aber zu hinterfragen, sagte Fellacher.

Der Tschetschene ist offenbar bereits straffällig geworden, was gegen ein humanitäres Bleiberecht für den Mann spricht. "Eine Familie auf Dauer auseinanderzureißen erscheint angesichts der bedingt ausgesprochenen Strafen aber ein viel zu hoher Preis", so Fellacher. Der Fall mache deutlich, wie wichtig es sei, vorzeitig in einen gemeinsamen Dialog zu gehen, um anstehende Probleme zu bearbeiten. Den Protest der tschetschenischen Konventionsflüchtlinge nannte Fellacher "menschlich nachvollziehbar", dennoch seien Lösungen nur im gemeinsamen Einvernehmen mit den Behörden herzustellen.

Kommentare

Dass sogenannte Asylwerber in dem Land, in dem ihnen Verfolgung und Tod droth, ihre Sommerurlaube verbringen, ist nicht nur bei den Tschetschenen usus, sondern wurde bereits im Bosnienkrieg praktiziert-und von der ho. Behörden geduldet.

Die Demonstration wäre eine gute Gelegenheit, mal alle durch den Computer der Interpol laufen zu lassen....wäre interessant, wieviele dann noch rechtmäßig auf freiem Fuß sind.

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Unglaublich wie sich diese Scheinasylanten im Gastland aufführen. Normale Länder setzen solche Scheinflüchtlinge umgehend in den nächsten Flieger richtung Heimat bzw. würden sie gar nie einreisen lassen. Nur in A ist das offenbar möglich.

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Ich bin ganz Ihrer Meinung. Ich darf auch noch auf einen Bericht in der Krone vergangenen Monats hinweisen, in dem nachgewiesen worden ist, dass Tschetschenen, denen in Österreich Asyl gewährt worden ist, weil sie angeblich vom blutrünstigen Diktator Kadyrov mit dem Tod bedroht worden sind, verbotener Weise nach Tschetschenien auf URLAUB (!?) gefahren sind. Soweit die Todesängste dieser Herrschaften und deren scheinheilige Asylgründe! Mich wundert es, dass NEWS hier Postings zulässt. Normal wird bei solchen Themen das Postingsrecht gesperrt. Na ja vielleicht ist NEWS ja auch lernfähig geworden. Niemand ist davo gefeit, gescheiter zu werden.

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