"Vor Schweinegrippe sind wir alle gleich": Costaricanischer Präsident Arias erkrankt

In seiner Residenz für sieben Tage unter Quarantäne Brasilien: Zahl der Pandemie-Toten zuletzt verdoppelt

"Vor Schweinegrippe sind wir alle gleich": Costaricanischer Präsident Arias erkrankt © Bild: APA/DPA

Die Schweinegrippe macht auch vor der Spitzenpolitik nicht halt: Der Präsident des mittelamerikanischen Landes Costa Rica, Oscar Arias, ist an der H1N1-Influenza erkrankt. Der 69-Jährige teilte in der Hauptstadt San Jose mit, er sei in seiner Residenz für sieben Tage unter Quarantäne gestellt worden. Er werde den Regierungsgeschäften aber weiterhin nachgehen.

"Die Pandemie macht keine Unterschiede", sagte Arias. "Ich bin ein Fall mehr in diesem Land und den Empfehlungen unterworfen, welche die Gesundheitsbehörden für die ganze Bevölkerung ausgegeben haben." In Honduras sind bisher 800 Menschen an der Schweinegrippe erkrankt, 27 Menschen starben nach offiziellen Angaben.

Abgesehen von Fieber und Halsschmerzen fühle er sich in guter Verfassung, sagte Arias. Er werde jetzt mit dem Grippemittel Oseltamivir (Tamiflu) behandelt. Arias leidet an Asthma und unterliegt den Angaben zufolge deswegen einem höheren Risiko.

Brasilien: Zahl der Schweinegrippe-Toten verdoppelt
In Brasilien hat sich die Zahl der Todesopfer durch die Schweinegrippe innerhalb der vergangenen Woche verdoppelt. Im größten Land Lateinamerikas sind inzwischen 192 Menschen an der Viruskrankheit gestorben, wie Gesundheitsminister Jose Gomes Temporao am Dienstag dem Parlament in Brasilia mitteilte.
(apa/red)