Vor NÖ-Wahl kritisiert Karner SPÖ & Grüne:
Wahlkampf erreicht allmählich Hohepunkt

Vandalismusaktionen gegen Plakate der Volkspartei "Am 9. März geht es nicht um die Bundesregierung"

Vor NÖ-Wahl kritisiert Karner SPÖ & Grüne:
Wahlkampf erreicht allmählich Hohepunkt
© Bild: APA/Fohringer

Wenige Tage vor der NÖ Landtagswahl nähere sich der Wahlkampf seinem Höhepunkt: "Bei den politischen Mitbewerbern liegen die Nerven blank", kritisierte VPNÖ-Landesgeschäftsführer LAbg. Gerhard Karner bei einem Pressegespräch, dass "in die tiefsten Schubladen gegriffen" werde.

Ein Beispiel dafür seien Vandalismusaktionen gegen Plakate seiner Partei, sprach Karner von "miesen Schmierereien". In mehreren Bezirken seien Plakate mit Schimpfwörtern, aber auch Nazi-Emblemen versehen worden. Die VPNÖ habe in den Bezirken Scheibbs, Melk und Bruck an der Leitha bereits Anzeige gegen unbekannt erstattet.

Kritik an den NÖ Grünen im Zusammenhang mit Asylfragen
Entgegen deren Aussagen, sie hätten sich nicht für den Verbleib der Familie Zeqaj eingesetzt, habe sich auf der Homepage anlässlich einer Kundgebung mit NÖ Klubobfrau Madeleine Petrovic am 12. Oktober in Wieselburg ein Eintrag befunden, in dem ein Bleiberecht für die gesamte Familie, "also auch für den gewalttätigen Vater", gefordert worden sei. Unmittelbar nach Aufdeckung dieses Fakts durch die VPNÖ vorgestern, Mittwoch, sei der Eintrag von der Website gelöscht worden.

SPÖ hält Wähler "bewusst zum Narren"
Scharfe Worte fand der Parteimanager auch in Richtung Sozialdemokraten, die die Menschen "bewusst zum Narren halten" würden. Unter Hinweis auf Briefe von Bundeskanzler Alfred Gusenbauer an die Pensionisten und jüngst von SPNÖ-Spitzenkandidatin Heidemaria Onodi sprach Karner von "gebrochenen Versprechen" und Täuschungen u.a. hinsichtlich Pensionserhöhung. Österreich leide unter einem "Pflege-, Pensions- und Teuerungspfusch". Hingegen enthalte das von LH Erwin Pröll initiierte NÖ Pflegemodell eine doppelt so hohe Förderung wie jene des Bundes, Abschaffung der Vermögensgrenze und Wegfall des Regresses. "Seltsame Blüten" treibe auch der "Machtkampf" zwischen Onodi und Staatssekretärin Christa Kranzl, die offenbar massiv versuche, sich in Niederösterreich in Stellung zu bringen.

Die "Antwort" auf diese "Abgehobenheit" der SPÖ sollen die aktuellen Plakat-Sujets der VPNÖ liefern: "In Zeiten wie diesen: Klarheit schaffen. Pröll wählen" heißt es da, oder "Die Antwort auf Rot-Schwarz ist nicht blau, sondern blau-gelb" und "Am 9. März geht es nicht um die Bundesregierung".

(apa/red)