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Vor Nationalrat: NEOS planen Bildungsattacke auf Koalition

"Dringliche Anfrage" an Faßmann am Mittwoch

Die NEOS machen die Bildung zu ihrem Schwerpunkt bei der heute anlaufenden letzten Plenarwoche des heurigen Jahres. Dem Koalitionsbeschluss für die verpflichtende Einführung von Ziffernnoten werden sie am Mittwoch eine "Dringliche Anfrage" an Wissenschaftsminister Heinz Faßmann (ÖVP) entgegen stellen.

Denn mit der Performance des früheren Universitätsprofessors sind die NEOS alles andere als zufrieden: "Faßmann hat sich als Wissenschafter selbst aufgegeben", ärgerte sich Klubobfrau Beate Meinl-Reisinger bei einer Pressekonferenz Dienstagvormittag. Überhaupt sei die Regierung jetzt ein Jahr im Amt und habe in der Zeit so gut wie keine Experten angehört und stattdessen bloß Überschriften und Show-Politik produziert.

Was den NEOS in der Bildungspolitik vorschwebt, erläuterte Bildungssprecher Douglas Hoyos. Neben dem Klassiker "Parteipolitik raus aus der Schule" plädiert er etwa für ein zweites Kindergartenjahr, verpflichtend für alle, die es brauchen, 250 Millionen Euro "Chancenbonus" für die Schulen, mit denen diese autonom etwa Sozialarbeiter oder Förderlehrer beschäftigen können, sowie einen Schwerpunkt auf Digitalisierung, auch bei einer aufgewerteten Lehrerausbildung.

Hoyos will zudem mehr Durchlässigkeit im System, damit vermehrt Quereinsteiger in den Schulen als Pädagogen eingesetzt werden können. Dieser Vorstoß ist nicht uneigennützig, wäre der NEOS-Mandatar doch selbst daran interessiert, eine Zeit lang an einer Schule zu unterrichten. Grundsätzlich hielten die NEOS fest, dass es mehr Personal an den Schulen bräuchte. So wiederholte Meinl-Reisinger ihren Vorschlag, jene AMS-Trainer, die derzeit nicht benötigt werden, an den Schulen einzusetzen, sofern sie über die nötigen Fertigkeiten verfügten.

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