"Voodoo-Pärchen" auf den Leim gegangen: 26 Personen durch Duo aus OÖ geschädigt!

Ergaunerten mit "Opfer- und Blutritualen" 274.000 €

Ein Ehepaar aus dem Innviertel in Oberösterreich soll seit Jänner 2003 mit Voodoo-Zauber, schwarzer Magie sowie "Opfer- und Blutritualen" mindestens 26 Personen rund 274.000 Euro entlockt haben. In einem Einzelfall betrug der Schaden 80.000 Euro, wie die Sicherheitsdirektion für Oberösterreich am Sonntag bekannt gab. Das Ehepaar sitzt in Haft.

"Magie, absolute Erfolgsquoten, sensationelle Hilfe für alle Probleme, einzig in Oberösterreich!" Mit diesem Inserat in Tageszeitungen sollen der 61-jährige Mann, der auch unter einem eigenen Künstlernamen agierte, und seine 51-jährige Frau ihre Klienten geködert haben. Der Mann nützte dabei die seelischen Notlagen von Menschen, wie unheilbare Krankheiten, unerfüllte Kinder- oder Partnerwünsche, rücksichtslos aus, indem er vorgab, in direktem Kontakt mit dem Jenseits zu stehen, so die Sicherheitsdirektion.

Sämtliche Handlungen, "Sitzungen, Rufungen, Opfer- und Blutrituale, Behandlungen und Voodoo-Zauber", führte der Mann in einem angemieteten Haus durch. Um seinen Klienten eine mystische und übersinnliche Atmosphäre zu vermitteln, dekorierte das Paar ein völlig abgedunkeltes Zimmer mit Totenköpfen, Hexen- und Dämonenschwertern, Altar- und Opferkelchen, Teufels- und Dämonenfiguren, so die Ermittler.

Der 61-Jährige verabreichte seinen Klienten teilweise berauschende Mittel, so die Polizei. Auf Grund von übereinstimmenden Schilderungen der Geschädigten dürfte der Mann offensichtlich über besondere psychologische Fähigkeiten verfügen.

Die Terminvereinbarung für die Sitzungen, Abholung von Klienten, Verkauf von "Reichtumsmünzen" und die Abwicklung der finanziellen Angelegenheiten erledigte laut Polizei die 51-jährige Ehefrau. Das Ehepaar sitzt seit Samstag in Haft. Mit hoher Wahrscheinlichkeit dürfte es noch weitere Geschädigte geben, so die Sicherheitsdirektion am Sonntag. (apa)