Von Raketen beschossen? 13 Todesopfer
bei Absturz von US-Hubschrauber im Irak

Genaue Ursache für blutiges Unglück noch unklar Wieder verlustreicher Tag für das US-Militär

Beim Absturz eines Hubschraubers der US-Armee im Irak sind alle 13 Insassen ums Leben gekommen. Der Helikopter sei nordöstlich der Hauptstadt Bagdad zerschellt, teilte das Militär mit. Bewohner der Provinz Diyala berichteten, sie hätten den Hubschrauber in der Luft in Flammen aufgehen sehen. Eine US-Militärsprecherin sagte, es sei noch unklar, ob der Helikopter von Rebellen beschossen worden sei. Aus Militärkreisen verlautete, es habe sich um einen Hubschrauber vom Typ "Blackhawk" gehandelt.

Insgesamt starben 16 US-Soldaten im Irak. Damit war es der verlustreichste Tag für die US-Armee in dem Golfstaat, seit Präsident George W. Bush vor anderthalb Wochen eine Truppenaufstockung zur Stabilisierung der Lage bekannt gegeben hatte. Das Vorhaben ist innenpolitisch allerdings heftig umstritten: Die im US-Kongress dominierenden Demokraten sind gegen die Truppenverstärkung und argumentieren, damit würden nur noch mehr US-Soldaten in Gefahr gebracht.

Der Absturz ist einer der verlustträchtigsten Vorfälle, mit denen sich die US-Armee seit Beginn des Irak-Krieges im Frühjahr 2003 konfrontiert sieht. Im Jänner 2005 starben allerdings bei einem ähnlichen Vorfall 31 US-Soldaten. In den vergangenen Jahren sind bereits dutzende Militärhubschrauber im Irak abgestürzt, mehrere wurden von Aufständischen abgeschossen. Die Gegend, in der der US-Hubschrauber zerschellte, war immer wieder Schauplatz von Gefechten zwischen Rebellen und US-Streitkräften. (apa/red)