Von 'Österreich als Missgeburt' bis zur SS:
Umstrittene Sager prägten Haiders Karriere

Die markantesten Aussagen des Polit-Haudegens Einmal muss er Hut als Landeshauptmann nehmen

Jörg Haiders Karriere war von starken Sprüchen geprägt. Viele davon sorgten für Aufsehen, manche sogar international, vor allem jene, die sich mit der Zeit des Nationalsozialismus befassten.

Im Folgenden einige der umstrittensten und markantesten Aussagen aus der politischen Laufbahn Jörg Haiders.


  • "Im Dritten Reich haben sie ordentliche Beschäftigungspolitik gemacht, was nicht einmal Ihre Regierung in Wien zusammenbringt." - bringt sich Haider 1991 um den Posten des Landeshauptmannes.
  • "Das wissen sie so gut wie ich, dass die österreichische Nation eine Missgeburt gewesen ist, eine ideologische Missgeburt, denn die Volkszugehörigkeit ist die eine Sache und die Staatszugehörigkeit ist die andere Sache." - regte Haider 1988 auf.
  • "Es ist gut, dass es in dieser Welt noch anständige Menschen gibt, die einen Charakter haben, die auch bei größtem Gegenwind zu ihrer Überzeugung stehen und ihrer Überzeugung bis heute treu geblieben sind." - Haider zur Waffen-SS.
  • "Ich verstehe überhaupt nicht, wie einer, der Ariel heißt, so viel Dreck am Stecken haben kann." - Haider attackiert beim Rieder Aschermittwoch den Vorsitzenden der israelitischen Kultusgemeinde, Ariel Muzicant.
  • "Wenn einer schon Adamovich heißt, muss man sich zuerst einmal fragen, ob er eine aufrechte Aufenthaltsberechtigung hat". - ein Jahr später greift er an selber Stelle den Präsidenten des Verfassungsgerichtshofs, Ludwig Adamovich an.
  • "Susanne, geh du voran." - Haider übergibt die FPÖ-Spitze an Susanne Riess-Passer.
  • "Nach jener von Lazarus ist meine Auferstehung die eklatanteste der Geschichte, glaube ich." - Jörg Haider nach seinem überraschenden Stimmengewinn bei der Nationalratswahl.
  • "Wir sind keine feindlichen Brüder mehr." - letzte Aussöhnung Haiders mit seinem politischen Ziehsohn Heinz-Christian Strache.


(apa/red)