Von hohen Nebengebühren überrascht: Kontoauflösungen kommen oft sehr teuer

Gebühren können bis zu 25 Euro ausmachen AK fordert Preisaushang im Bank-Schaufenster

Bei Banken erleben Konsumenten oft ihre blauen Wunder, wenn sie von unerwartet hohen Nebengebühren überrascht werden, warnt die Arbeiterkammer (AK). Ein aktueller AK Test zeigt: Wer sein Giro- oder Studentenkonto schließt, zahlt bei einigen Banken keine Gebühren, bei anderen bis zu 25 Euro. Extra hinzu kommen noch die Kosten für die Schließung von Dauer- und Einzugsaufträgen - bis zu drei Euro.

"Die tatsächlichen Preise für eine Leistung sind nicht durchschaubar", kritisiert AK Konsumentenschützer Harald Glatz, "erst wenn es an das Zahlen geht, bekommt der Konsument die gesamte Rechnung präsentiert." Die Kunden müssen bei Bankleistungen den Endpreis kennen. Daher müssen Preise und Leistungen in einem Preisaushang im Schalterraum jedenfalls verfügbar sein, sollten aber auch verpflichtend im Bank-Schaufenster ausgehängt werden, verlangt die AK.

Wer sein Girokonto schließt, kommt nur bei drei der 18 getesteten Banken kostenlos weg - Österreichische Verkehrskreditbank, Bank Burgenland, Bank für Tirol und Vorarlberg. Im teuersten Fall macht die Schließungsgebühr 25 Euro (Hypo NÖ) aus. Hinzu kommen noch die Kosten für die Auflösung jedes einzelnen Dauer- und Einziehungsauftrages, es werden jeweils bis zu drei Euro verrechnet.

Auch beim Studentenkonto können saftige Kontoschließungsgebühren anfallen, obwohl die Kontoführung meist kostenlos ist. Bei den 15 überprüften Banken betragen die Schließungsgebühren zwischen null (Erste Bank, WSK/Wiener Spar- und Kreditinstitut, Hypo OÖ, Bank Burgenland, Bank für Tirol und Vorarlberg) und 25 Euro (Hypo NÖ).

Bei Auflösung des Ersparten wollen acht der 17 getesteten Banken keine Schließungsgebühren: Autobank, Denizbank, Österreichische Verkehrskreditbank, Sparda Wien, PSK, RLB NÖ Wien, BA-CA, BAWAG. Die anderen Banken veranschlagen bis zu sieben Euro (Hypo Tirol). Die vier Online-Banken - easybank, ING DiBa, Generali Bank, Direktbank.at - haben keine Spesen, wenn das Sparkonto aufgelöst wird.

"Wer Zahlscheine auf ein institutsfremdes Konto bar einzahlt, wird ebenfalls belastet", warnte Glatz. Die 17 untersuchten Banken stellen dafür zwischen 1,50 (Hypo Alpe Adria) und vier Euro (RLB NÖ Wien, Bank Austria) in Rechnung. (apa/red)