Von KTM-Chef Stefan Pierer angekündigte Sportwagen in Joint Venture mit Audi 2008

Bis Ende des Jahres soll Prototyp fertiggestellt sein Offener Roadster nach Vorbild des Lotus Super Seven

Von KTM-Chef Stefan Pierer angekündigte Sportwagen in Joint Venture mit Audi 2008

Die Autopläne von Motorrad-Hersteller KTM werden konkreter. Der von KTM-Chef Stefan Pierer angekündigte Sportwagen soll in Kooperation mit Audi 2008 auf den Markt kommen. Auf den Motorshows Anfang 2007 solle ein Protoyp zu besichtigen sein, schreibt das "WirtschaftsBlatt". Bei einer möglichen "Smart"-Übernahme winkt Pierer hingegen ab.

Zuvor hätten Branchengerüchte zirkuliert, der oberösterreichische Motorradhersteller KTM sei bei DaimlerChrysler vorstellig geworden, um sich über die Bedingungen einer Smart-Übernahme zu erkundigen. Die angeschlagene Kleinstauto-Marke könnte KTM beim geplanten Einstieg ins Fun Car-Segment helfen, wurde im "WirtschaftsBlatt" am Wochenende kolportiert.

Keine Übernahme
"Wir haben die Vorgänge um Smart genau verfolgt. DaimlerChrysler hat nun aber entschieden, zumindest den Smart ForTwo weiterzuführen", wird Pierer in dem Blatt zitiert. Daher stelle sich die Frage einer Übernahme, womöglich samt Produktion im lothringischen Hambach nicht mehr.

Noch keine Entscheidung
Über die Fertigung ist aber noch nicht entschieden. In der engeren Wahl für die geplanten 500 Stück des Sportautos steht Magna Steyr, laut "WirtschaftsBlatt"-Informationen aber auch die Auftragshersteller Karmann aus Deutschland oder Valmet aus Finnland, die derzeit unter Auslastungsproblemen leiden. Karmann habe vor kurzem Magna Steyr-Vertriebschef Peter Harbig abgeworben und hoffe so auf neue Aufträge.

Kooperation mit Audi
Entwickelt wird das geplante Sportauto von KTM gemeinsam mit der deutschen VW-Tochter Audi. Sie soll Antrieb und Fahrwerk liefern, der Salzburger Werkstoffspezialist Carbo Tech Bauteile und Verkleidung.
Die Rede ist von einem offenen Roadster nach dem Vorbild des legendären "Lotus Super Seven". Der Antriebsstrang sollte von Audi stammen. Zur Diskussion steht ein Vierzylinder-Aggregat aus dem Konzern-Baukasten mit 250 PS. Der Stückpreis soll 35.000 Euro nicht übersteigen. Das sei so im Pflichtenheft festgelegt, erläuterte Pierer. Damit soll das Fahrzeug für eine breitere Kundenschicht erschwinglich sein.

Affinität zu Magna
"Das Projekt gefällt mir sehr gut. Es sollte verwirklicht werden, wenn dem nicht große Schwierigkeiten entgegenstehen", erklärte Pierer. Wenn der Prototyp fertig sei, könnte der Serienbau rund eineinhalb Jahre später anlaufen. Wo, sei noch nicht entschieden. Es gehe um eine Kleinserie von einigen 100 Stück. Auf Magna in Graz angesprochen, erklärte er, es handle sich dabei um einen exzellenten Auto-Assemblierer. "Wir haben eine große Affinität zu Magna", stellte Pierer fest.