"Vom Tower ins Cockpit, ein Skandal":
Kritik am Wechsel an der Flughafen-Spitze

Grüne sehen Aufsichtsrat größtenteils ablösereif Strache: "SPÖ soll Kaufmann-Abfertigung zahlen"

"Vom Tower ins Cockpit, ein Skandal":
Kritik am Wechsel an der Flughafen-Spitze © Bild: APA/Hochmuth

Kritik übten die Oppositionsvertreter an der Art der Personalrochade am Flughafen Wien. FPÖ, BZÖ und Grüne vermissen scharfe Konsquenzen und schießen sich auf die Länder Niederösterreich und Wien als Großaktionäre ein. Von "Packelei" reden die Oppositionellen.

Die Zwischenlösung mit Aufsichtsrat Christoph Herbst als Flughafenboss ist aus Sicht der Grünen Finanzsprecherin Helga Krismer ein "Skandal erster Güte". Dass der Aufsichtsratspräsident - quasi der Controller - vom Tower ins Cockpit springe, sei für eine Aktiengesellschaft eigenartig und wohl nur in Niederösterreich möglich, glaubt Krismer. Sie wirft Herbst Versäumnisse in der Kontrollarbeit vor. "Prölls schwarzer Sumpf ist nun auch am Flughafen gelandet."

Die Grüne Verkehrssprecherin Gabriela Moser sieht den Flughafen-Aufsichtsrat größtenteils ablösereif. Die Abfertigung an den scheidenden Vorstand sollten die Aufsichtsräte aus ihrer privaten Tasche zahlen, meinte sie, "denn sie haben den misslichen Zustand verlängert".

"Obszöne Abfertigung"
Nach Meinung von FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache sollte die "obszöne Abfertigung" für den "Vorstandsversager Kaufmann" aus der SPÖ-Parteikassa gezahlt werden.

Als "Wahnsinn" bezeichnete der BZÖ-Rechnungshofsprecher Gerald Grosz das Ergebnis der gestrigen Aufsichtsratssitzung. In seinen Augen hätten alle Vorstände fristlos entlassen gehört. Stattdessen blieben "zwei gescheiterte Politgünstlinge ein weiteres Jahr auf ihren Posten und ein dritter geht mit einem Jahresgehalt und einem zusätzlichen arbeitslosen Einkommen als Konsulent spazieren", kritisierte er. "Eine Krähe hackt der anderen kein Auge aus, einer deckt den anderen und zum Schaden des Steuerzahlers besteht absolute Verdunkelungsgefahr".

(apa/red)

Kommentare

Aus drei mach 6! Drei Vorstände werden finanziell großzügig abgelöst, bekommen danach sofort einen Beratervertrag, ebenfall fürstlich bezahlt. Statt ihnen kommen drei Neue.
Statt drei werden nun gleich 6 Parteigünstlinge versorgt!!!
Die halten uns alle wohl für besonders blöd! (Im Hintergrund treffen Häupl und LH Pröll die Entscheidungen)

Enttäuscht brauchen wir nicht sein...die sogenannte Dummheit wird bei den unterschiedlichsten Wahlen immer wieder fesch legitimiert. Dumm sind nicht die Gabmanns und Kaufmanns oder Prölls und Häupls dieser Welt, denn diese bedienen sich nur der Ihnen zustehenden Möglichkeiten. Also Ihr treuen Staatsdiener - wer ist hier dumm ?

War... ..nicht anders zu erwarten.Das ist Österreichische Politik.
Kein Wunder das der Wähler sauer auf diese Regierung ist,und der Strache profitiert!.
Ich hätte den gesammten Vorstand OHNE Abfindung in die Wüste geschickt.Für den verursachten Schaden würde ich die Politiker,welche dies ermöglicht haben zur Kassa bitten.Aber nicht aus Steurgeldern,sondern mit ihrem Vermögen,die Vorstände pfänden bis auf die Unterhose!!!!

So werden wir verarscht! Alle drei Vorständer werden mit großzügigen Abfindungen abgelöst. Alle drei Vorstände bekommen danach einen sauteuren Beratervertrag! (Damit alles ja so weiter läuft wie bisher!)

SPÖ+ÖVP haben sich den Staat im Proporz aufgeteilt und versorgen ihre Parteigünstlinge weitehin mit hochbezahlten Jobs.

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