Vom Bundesheer zum Finanzministerium?
Heinisch-Hosek will Beamte umschichten

200 bis 300 Beamte sollen freiwillig Posten wechseln Übernahmen noch nicht fix: Verhandlungen laufen

Vom Bundesheer zum Finanzministerium?
Heinisch-Hosek will Beamte umschichten © Bild: APA/Schlager

Verstärkung im Kampf gegen den Steuerbetrug: Nach dem gestarteten Wechsel von Post-Beamten zur Polizei könnte es nun auch bald einen Wechsel von Bundesheer-Beamten ins Finanzministerium geben.

Wie "Kronen Zeitung" und die "ZiB2" des ORF am Freitag berichteten, hegt Beamtenministerin Heinisch-Hosek Überlegungen, die Beamten des Verteidigungsministeriums für den Kampf gegen Steuerbetrug einzusetzen.

Beamtenwechsel noch nicht fix
Aus dem Finanzministerium hieß es dazu, Verhandlungen über Personal-Übernahmen seien am Laufen, fixiert sei aber noch nichts. Laut ORF sind im Bundesheer rund 1.000 Beamte überzählig und unkündbar. Auf freiwilliger Basis sollen nun 200 bis 300 Leute ins Finanzministerium wechseln, hieß es. Eingesetzt werden könnten diese Personen demnach etwa auch für Schwarzarbeitskontrollen oder für die Kontrolle von Glücksspielautomaten.

Heinisch-Hosek: Pröll benötigt mehr Personal
Gegenüber der "Krone" erklärte die Beamtenministerin, Finanzminister Pröll würde für die geplante verstärkte Vorgehensweise gegen Steuersünder Personal benötigen und hätte daher bei ihr um Unterstützung "bei der Lösung in dieser Personalfrage ersucht". Verteidigungsminister Darabos habe bereits Zustimmung signalisiert. "Die finanziellen Sachen müssten sich der Herr Minister Darabos mit dem Herrn Minister Pröll ausmachen", sagte Heinisch-Hosek gegenüber dem ORF. Eine "technische Frage", die "sicher zu lösen sein wird", glaubt die Ressortchefin.

Ganz so fix scheint die Sache aber noch nicht zu sein. Ein Sprecher des Finanzministeriums erklärte, man verhandle schon seit längerer Zeit mit dem Verteidigungsministerium über eine - zumindest zeitweise - Übernahme von Beamten. Dabei sei es vor allem um das Abdecken von Arbeits-Spitzen gegangen. Dabei sei es aber nicht um permanente, sondern nur um befristete Übernahmen gegangen.

Nun habe sich aber herausgestellt, dass das Verteidigungsministerium auch daran interessiert sei, langfristig Beamte an das Finanzministerium abzutreten - "in diese Gespräche sind wir eingetreten", so der Sprecher. Denn man sei der Meinung, dass der "flexible Einsatz von Arbeitskräften" eine "gute Sache" sei.

(apa/red)

Kommentare

ÖBBler mit Schnellsiedekurs zu Notärzten umschulen! Zuerst werden die Postler in einem Schnellsiedekurs zu Polizisten und jetzt werden die Bundesheerler zu Finanzern. Das gibt es nur bei uns. Entweder brauchen Polizisten und Finanzler nichts können, weil man da anscheinend jeden hinsetzen kann oder jeder kann mit links Polizist oder Finanzler werden. Vielleicht werden in Zukunft die ÖBBler in einem Schnellsiedekurs zu Notärzten ausgebildet. In dieser Bananenrepublik scheint alles möglich zu sein!

derpradler

normal kann man nur Hilfsarbeiter, und da nicht in allen Bereichen, so umschichten, wie diese Frau es will. Man kann zwar ohne Ahnung von irgend etwas Minister(in) werden, im Arbeitsleben führen die Maßstäbe dieser Spezies aber ins Chaos!

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