Volle Flughöhe bei der AUA-Privatisierung
bereits erreicht: Abflug für fünf AUA-Bieter

NEWS: Welche sieben AUA-Interessenten übrig sind Turkish Airlines nicht am Start ist, dafür zwei Russische

Volle Flughöhe bei der AUA-Privatisierung
bereits erreicht: Abflug für fünf AUA-Bieter © Bild: NEWS/Zach-Kiesling

Die Privatisierung der Austrian Airlines hat bereits volle Flughöhe erreicht. Für die im Aufsichtsrat von Topmanagern dominierte Staatsholding ÖIAG kann dies einer der erfolgreichsten Verkaufsprozesse werden. Denn der Andrang potenzieller Käufer ist mit einem Dutzend weitaus größter als gedacht, wie NEWS bereits vergangene Woche exklusiv vermelden konnte.

Die internationalen Top-Fluglinien stellen sich um das goldene AUA-Ticket an. Die ÖIAG kann somit den besten Partner für die Zukunft der Airline und den Wirtschaftsstandort Wien aussuchen. Was sie auch beinhart macht: Die ersten fünf Interessenten mussten laut NEWS vorliegenden Unterlagen bereits wieder abfliegen. Sie haben den strengen Sicherheitscheck nicht bestanden. Sieben Bieter sind noch im Rennen, davon sechs Airlines. Hier die bislang streng gehütete Liste der Bieter exklusiv in NEWS:

Lufthansa
Die deutsche Airline, die schon die Swiss übernommen hat, galt von Anfang an als Favorit. Nicht zuletzt, weil die Lufthansa über das Airline-Bündnis Star Alliance sowie weitere Kooperationen eng mit der AUA verknüpft ist. Doch ganz einfach wird es für die zweitgrößte Fluglinie der Welt nicht, als Siegerin auf der AUA-Landebahn aufzusetzen.

Air France - KLM
Die französische Airline, mit der niederländischen KLM im Paarflug unterwegs, will die attraktive Braut AUA nicht dem Hauptkonkurrenten Lufthansa überlassen. Die größte Fluglinie der Welt hat wenig Destinationen im Osten, dem Kerngebiet der AUA. Sie müsste wegen des Wechsels der AUA zu ihrem Luftfahrtbündnis Skyteam zusätzlich gut 100 Millionen Euro in die Hand nehmen.

British Airways
Für viele Experten kam der Einstieg der dritten großen Airline Europas in den Bieterwettstreit um die AUA unvorhergesehen. Aber die Briten schielen wie Air France - KLM auf das lukrative Ost-Netz der AUA. Auch hier würde der Wechsel der AUA zum Luftfahrtbündnis Oneworld über 100 Millionen Euro kosten.

Air China
Das Netz der AUA und das Drehkreuz Flughafen Wien wären auch ideal für die aufstrebenden Chinesen. Die zweitgrößte Airline Chinas, die in NEWS erstmals Interesse an der AUA bekundete, will in Europa landen. Air China ist mit der AUA in der Star Alliance.

Aeroflot
Eine handfeste Überraschung ist die Teilnahme der größten russischen Airline im Luftkampf um die AUA. Denn offiziell hatte das Aeroflot-Management abgewinkt. Offenbar will man sich eine Perle wie die AUA nicht entgehen lassen - und schon gar nicht einem Konkurrenten gönnen.

S7
Eine solche Konkurrenz stellt die russische Fluglinie S7, vormals Sibir, dar. Die im Besitz der Russin Natalija Filev stehende Airline möchte die AUA zur Expansion nützen und so der Aeroflot davonfliegen.

Internationales Konsortium
Für Spannung kann auch noch ein Bieterkonsortium von internationalen Industriellen sorgen. Die finanzstarke Gemeinschaft muss der ÖIAG noch diese Woche sämtliche Mitglieder offenlegen. Ansonsten könnte es auch für sie "Abflug" heißen. Diese Erfahrung mussten bereits fünf Interessenten machen. Darunter auch die Turkish Airlines, die ihr Interesse mit öffentlicher Begleitmusik untermalt hatte. Nur: Die Türken haben den Slot verpasst und erst Montag, nach Ablauf der Frist, abgegeben.

Den gesamten Bericht lesen Sie im aktuellen NEWS 36/2008