Volksbefragung von

Entscheidung übers Heer

Wahlbeteiligung besser als befürchtet. Erste Wahllokale haben schon geschlossen.

Bundesheer-Volksbefragung © Bild: APA/Neubauer

Österreicher sind aufgerufen, über Beibehaltung oder Abschaffung der Wehrpflicht abzustimmen. Die Wahlbeteiligung schien dabei besser zu sein als im Vorfeld befürchtet. In vielen kleinen Gemeinden lag sie über 50 Prozent. Das winterliche Wetter schien die Bevölkerung von der Stimmabgabe nicht abzuhalten. Auch die Spitzenpolitiker sind zur Urne geschritten.

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Allen voran Bundespräsident Heinz Fischer: Der Oberbefehlshaber des Bundesheers erschien gegen 10.30 Uhr gemeinsam mit seiner Frau Margit in der Lerchenfelderstraße in Wien-Josefstadt im Amtshaus. Wie er abgestimmt hat, wollte Fischer den Journalisten nicht verraten. Stattdessen verwies er auf das Wahlgeheimnis. Er habe sich bemüht, dass dem Interesse des Landes "am besten gedient" sei. Der Staatschef ist aber bekanntlich ein Befürworter der Wehrpflicht.

Die Beteiligung sei bisher überschaubar, wie er im Wahllokal erfahren habe, sagte Fischer. Er glaube, dass man keine 50 Prozent erreichen werde, hoffe aber, dass so viele wie möglich den Weg an die Wahlurnen antreten. Über die Wahlbeteiligung in den Städten konnte man zu Mittag noch wenig sagen, in vielen ländlichen Gebieten lag diese aber bei über 50 Prozent. Damit könnte am Ende eine Wahlbeteiligung von rund 40 Prozent erreicht werden.

Poltiker stimmen ab

Ebenfalls schon ihr Kreuzerl gemacht haben Bundeskanzler Werner Faymann und Vizekanzler Michael Spindelegger. Letzterer wählte wie Innenministerin Johanna Mikl-Leitner in Niederösterreich. Im Burgenland ist in der Früh Verteidigungsminister Norbert Darabos an die Urne geschritten. Sein inhaltlicher Gegner, Generalstabschef Edmund Entacher, gab in Wien seine Stimme ab.

Das "Abstimmungs-Wetter" präsentierte sich gemischt. Es herrschten zwar fast überall winterliche Temperaturen. Ansonst hatte das Wetter aber Abwechslung zu bieten: vom Regen über Sonnenschein bis zum Schneefall.

Kommentare

60% für die Wehrpflicht. Sauberes Ergebnis! Nun muss noch die Wehrpflicht für Frauen eingeführt werden. Es geht nicht an, dass ein Teil der Bevölkerung weiterhin diskriminiert wird. Die Rosinenpickerei durch gewisse Frauenverbände muss durchbrochen werden.

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