Volksabstimmung von

Österreicher wollen
Referendum für Südtiroler

89 Prozent dafür, dass Südtiroler über staatliche Zugehörigkeit abstimmen

Südtirol, Kematen © Bild: Thinkstock

89 Prozent der Österreicher würden es begrüßen, wenn die Südtiroler in einem Referendum über ihre staatliche Zugehörigkeit abstimmen könnten. Genauso so viele würden es positiv beurteilen, wenn sie dabei mehrheitlich für eine Vereinigung mit Österreich stimmen würden. Das geht aus einer im Auftrag des Südtiroler Heimatbundes durchgeführten Umfrage hervor, die am Montag in Wien präsentiert wurde.

Das Linzer Marktforschungsinstitut Spectra hat im Auftrag des Südtiroler Heimatbund im vergangenen Oktober 1.000 Österreicher ab 15 Jahren zum Thema befragt. Dabei erklärten sich 83 Prozent der Befragten einverstanden, dass den Südtirolern eine italienisch-österreichische Doppelstaatsbürgerschaft gewährt würde.

Möglichkeit der Doppelstaatsbürgerschaft

Die Westösterreicher äußerten sich bei der Umfrage weniger positiv gegenüber sezessionistischen Wünschen einiger Südtiroler, auch wenn sie diese ebenfalls mehrheitlich befürworten. So sprachen sich nur 74 Prozent der Befragten aus Salzburg, Tirol und Vorarlberg für die Möglichkeit der Doppelstaatsbürgerschaft aus, das sind neun Prozentpunkte weniger als insgesamt. Auch zu einem Referendum gaben sich die näher an Südtirol gelegenen Bundesländer zurückhaltender. 82 Prozent der Westösterreicher - gegenüber 92 Prozent in Wien und 89 Prozent insgesamt - würden die Abhaltung einer Abstimmung über die Selbstbestimmung begrüßen.

Der Südtiroler Heimatbund (SHB) ist eine Vereinigung ehemaliger Südtirolaktivisten, die eine Wiedervereinigung Südtirols mit Tirol anstrebt.

Referendum für Südtirol

Sollten die Südtiroler über ihre staatliche Zugehörigkeit abstimmen dürfen?

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Kommentare

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Südtiroler sind Südtiroler... und wenns nach mir geht, dann wird das auch so bleiben. Wir haben hart gekämpft für unser Autonomiestatut, und es braucht sicher nicht 2 Regierungen, die uns diktieren.
Jeder Südtiroler kann stolz darauf sein, dass er 2- oder 3-sprachig aufwächst. Rein logistisch gesehen ist eine solche Veränderung finanziell gar nicht möglich und würde das Land ins Chaos reissen.

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Schon mal daran gedacht, was mit den Südtirolern gemacht wird, die italienischer Muttersprache sind? Werden die dann auch einfach Doppelstaatsbürger, obwohl sie nie was mit Österreich zu tun hatten? In Zeiten der EU braucht es keine Grenzverschiebungen. Und man sollte sich vielleicht mal anschauen welche Parteien in Südtirol eine Loslösung von Rom wünschen.

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Ich denke, grundsätzlich geht es nicht um 2 Regierungen. Es geht um das Recht einer Doppelstaatsbürgerschaft, also 2 Pässe. Ein (zusätzlicher) öst. Pass kann im Notfall kein Fehler sein. Außerdem kann es sich Italien gar nicht mehr leisten, die produktivste Region des Landes zu verlieren.

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Südtiroler Freiheit und die Freiheitlichen.... Dunkelblau und hellblau.

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Wozu eine Doppelstaatsbürgerschaft? Ist eine nicht genug? Was macht man besser wenn man 2 hat? Welcher Notfall? Ich bin EU-Staatsbürger, egal ob Italiener, Österreicher, Tiroler, Franzose, Grieche.

simm1111
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Es hat sie aber niemand gefragt welche Parteien das wünschen also brauchen sie es nicht zu schreiben!!

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Simm1111, was spricht dagegen?

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Natürlich sind wir alle EU-Bürger. Aber Italien ist NATO Mitglied, Österreich aber nicht. Wir wissen gerade heute nicht, was noch auf uns zukommt...
Was die Politiker anbelangt, ist es jedenfalls egal. Die sind derzeit überall eine Katastrophe.

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Jetzt hab ich den Freiheitlichen unrecht getan... die wollen ja einen Freistaat. Nur die Süd-Tiroler Freiheit will die Doppelstaatsbürgerschaft.

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