Vogelgrippe in Österreich: 75 Prozent
treten in Umfrage für Stallpflicht ein

Drittel glaubt an Umstieg auf andere Fleischsorten

Dass die Vogelgrippe alles andere als spurlos an den Österreichern vorübergeht, belegt eine am Mittwoch präsentierte Umfrage von Infoscreen und OGM. Demnach halten bereits 75 Prozent die Stallpflicht für gerechtfertigt. Zudem glaubt mehr als ein Drittel, dass die Österreicher auf andere Fleischsorten umsteigen werden.

Nur ein Fünftel der Bevölkerung hält die Stallpflicht in Österreich für übertrieben und sieht sich durch die Vogelgrippe nicht von einer Epidemie bedroht. "Drei von vier Österreichern halten die Stallpflicht für Hühner auf Grund der Vogelgrippe jedoch für gerechtfertigt", analysierte Peter Hajek vom Meinungsforschungsinstitut OGM. Im Oktober 2005 hatten sich noch 66 Prozent von der Vogelgrippe unbeeindruckt gezeigt.

"Die Lust der Österreicher auf Grill- oder Backhendl ist seit Oktober 2005 gesunken, auch wenn nach derzeitigem Wissensstand keine Gefahr beim Verzehr von entsprechend erhitztem Hühnerfleisch besteht", stellte Hajek fest. Im Oktober erwarteten noch 64 Prozent, dass sich die Einwohner der Alpenrepublik auch weiterhin Geflügelfleisch schmecken lassen würden. Mittlerweile glauben dies nur mehr 55 Prozent.

Mehr als ein Drittel der 500 Befragten - nämlich 36 Prozent - ist überzeugt, dass die Konsumenten gänzlich auf andere Fleischsorten umsteigen werden. Dennoch vermutet Hajek, dass nur mit geringen Verkaufsrückgängen zu rechnen ist, sollte die Vogelgrippe nicht größere Ausmaße annehmen.

(apa/red)