Vogel war schuld an Flugzeugnotlandung:
US-Behörden bestätigen Fund in Triebwerk

Damit bewahrheitet sich Vermutung des Piloten Motoraussetzer wurde als Ursache ausgeschlossen

Vogel war schuld an Flugzeugnotlandung:
US-Behörden bestätigen Fund in Triebwerk © Bild: APA/EPA/Eduard Gluck

In den Triebwerken der Mitte Jänner auf dem Hudson River in New York notgelandeten Passagiermaschine sind Reste von Vögeln gefunden worden, wie die US-Verkehrssicherheitsbehörde mitteilte. Damit bestätigte sich die bisherige Annahme, dass die beiden Triebwerke des Airbus A320 der Fluggesellschaft US Airways wegen der Kollision mit Vögeln ausgefallen waren.

Zur genauen Bestimmung der Vogelart seien Triebwerksteile an das Smithsonian-Institut in Washington geschickt worden, teilte die Verkehrsbehörde mit. Die spektakuläre Notlandung des Flugzeugs auf dem Hudson hatten alle 155 Insassen überlebt.

Doppelter Vogelschlag
Der Pilot des voll besetzten Airbus A320 der Fluggesellschaft US Airways hatte kurz nach dem Start einen "doppelten Vogelschlag" gemeldet, unmittelbar danach fielen die Triebwerke aus. Der Flugschreiber habe bis zu diesem Zeitpunkt keine Anomalien und Fehlfunktionen der Motoren gezeigt, erklärte die Flugsicherheitsbehörde weiter. Das erhärtet die Vermutung des Piloten, dass Vögel in die Luftschrauben gerieten und sie blockierten.

Ein Motoraussetzer, der zwei Tage vor der Notlandung am echten Triebwerk beobachtet worden war, hat den Ermittlungen zufolge offenbar nichts mit dem Unglück zu tun. Der kurzzeitige Ausfall der Maschine sei durch einen falschen Temperatursensor ausgelöst worden, berichteten die Ermittler. Das Gerät sei vorschriftsmäßig ausgetauscht worden, die Maschine habe sich bei anschließenden Tests als völlig in Ordnung erwiesen.

Das Bordpersonal hatte die 150 Passagiere innerhalb von wenigen Minuten nach der Notlandung aus der Maschine im Wasser treibenden Maschine holen können, Rettungsboote und eine vorbeifahrende Fähre nahmen sie auf.
(apa/red)