voestalpine zu Böhler-Deal: Übernahme des
Edelstahlhersteller in 3 Tranchen finanziert

Laut GD Eder erfolgt aber keine Kapitalerhöhung 100 % der Anteile erforden 3,7 Mrd. € Investition

voestalpine zu Böhler-Deal: Übernahme des
Edelstahlhersteller in 3 Tranchen finanziert

Im Zuge der derzeit laufenden Übernahme des Edelstahlherstellers Böhler-Uddeholm hat der Stahlkonzern voestalpine 58,7 Prozent der Aktien erworben. Das teilte Generaldirektor Wolfgang Eder bei der 15. ordentlichen Hauptversammlung in Linz mit. Der Deal werde in drei Tranchen finanziert, eine Kapitalerhöhung erfolge jedoch nicht, bekräftigte Eder auf Aktionärsanfrage.

Für 100 Prozent der Anteile würden 3,7 Mrd. Euro benötigt. In einer ersten Tranche (400 bis 600 Mio. Euro) werde eine Unternehmensanleihe zur Zeichnung aufgelegt. In einer zweiten Tranche (750 Mio. bis 1 Mrd. Euro) werde in Deutschland und Österreich eine Hybridanleihe für institutionelle Anleger in Europa - vor allem England, Frankreich, Deutschland - platziert. Beides soll bis September erfolgen. Den Rest von über 2 Mrd. Euro wolle man mit einem syndizierten Unternehmenskredit bei Banken finanzieren.

Eder hob die guten Aussichten für das laufende Geschäftsjahr hervor. Bis Herbst erwartet die voestalpine den Angaben zufolge eine stabile Nachfrage. Das positive Preisumfeld sei bis zum Ende des Kalenderjahres gesichert. Weiteres Wachstum sei zu erwarten. Beim operativen Ergebnis (EBIT) sollte der Vorjahreswert von 1 Mrd. Euro wiederholt werden können.

Die Hauptversammlung der voestalpine ermächtigte indessen den Vorstand, das Grundkapital der Gesellschaft durch Ausgabe neuer Aktien um bis zu 30 Prozent sogenanntes "genehmigtes Kapital" zu erhöhen. Es handelt sich dabei um eine Verlängerung einer bereits bestehenden Ermächtigung um weitere drei Jahre. Die Hauptversammlung hat weiters Peter Hagen zum neuen Mitglied des Aufsichtsrates der voestalpine AG mit 89,4 Prozent Zustimmung gewählt. (apa)