Vizekanzler Grasser als Schüssels Erbe? NEWS über den Geheimplan vom Kanzler!

Glamourboy bei Neuwahlen als ÖVP-Spitzenkandidat? Widerstand der Funktionäre aber vorprogrammiert

Schwarzer Geheimplan: Der Kanzler will Glamourboy Karl-Heinz Grasser als Vizekanzler oder VP-Spitzenkandidat installieren. Taktiker glauben, damit hätte die ÖVP wieder "beste Chancen auf den ersten Platz und die Kanzlerschaft".

Eigentlich hatte er sich ja schon auf sein neues Leben eingestellt. Das war zumindest sein fester Entschluss am Abend des 1. Oktober. An dem Abend, an dem Karl-Heinz Grassers Traum von einer weiteren Legislaturperiode als Finanzminister zerplatzte - zumindest scheinbar.

Seit vergangener Woche ist alles wieder anders. Er habe plötzlich "wieder die Koffer ausgepackt und die Hemdsärmel aufgekrempelt", erzählen auch Beamte seines Ministeriums.

Davor habe er resignativ gewirkt, wie einer, der seine Aufgabe abgeschlossen und sich bereits innerlich verabschiedet habe. Danach aber sei er plötzlich wieder "voller Elan und Tatendrang" gewesen.

Kein Wunder: Denn "davor" war der desaströse Absturz der ÖVP bei der Nationalratswahl, "danach" ein für ihn entscheidendes Gespräch: Sein Mentor, Bundeskanzler Wolfgang Schüssel, hat seinem "parteifreien" Lieblingsminister nach den ersten rot-schwarzen Verhandlungen schließlich - ganz im Vertrauen - erklärt, dass das Spiel längst noch nicht vorbei sei. Dass seine Chancen, Finanzminister zu bleiben, nach wie vor intakt seien. Und dass er sogar die allerbesten Aussichten hätte, bald noch einen Karrieresprung zu erleben.

Denn dass sein ehemaliger Innenminister Ernst Strasser von Teilen der ÖVP als neuer ÖVP-Vizekanzler ins Spiel gebracht wird, goutiert Schüssel ganz und gar nicht. Er will ein Comeback seines einstigen ÖVP-internen Gegenspielers unbedingt vermeiden. Und bringt lieber seinen politischen Ziehsohn ins Spiel.

Schlüsselrolle für Grasser
Der 37-jährige Kärntner soll in den kommenden Wochen denn auch eine Schlüsselrolle in den rot-schwarzen Verhandlungen spielen. Grasser soll den "neuen Weg" weiter "forcieren" und die SPÖ "alt ausschauen lassen", berichtet ein ÖVP-Stratege.

Der ehemalige politische Ziehsohn von Jörg Haider soll verstärkt im Rampenlicht stehen und bei den Österreichern ein Nostalgiegefühl wecken.

Die Kärntner Frohnatur soll dabei bewusst seine glamouröse Seite ausspielen und an der Seite seiner schillernden Frau Fiona Swarovski glänzen und so dem Land das "Gefühl geben, dass sie etwas vermissen werden", wenn er von der politischen Bühne abgeht. Kurzum: Grasser mit Fiona in der Rolle des "Ersatz-Kaiserpaares", wie es die Politikwissenschaftler nennen.

Sollte er sich in den Verhandlungen tatsächlich bewähren - heißt: die SPÖ zur Weißglut treiben -, hat Schüssel Großes mit ihm vor:

Entweder schickt der Noch-Kanzler den "Parteifreien" dann als Vizekanzler und Finanzminister in eine rot-schwarze Koalition, oder er forciert Grasser sogar als ÖVP-Spitzenkandidat bei Neuwahlen.

Denn sollten die rot-schwarzen Verhandlungen - wie derzeit vielfach vermutet - im Februar platzen, würde Schüssel "nicht selbst antreten", behauptet zumindest ein VP-Mann.

ÖVP-Spitzenkandidat Karl-Heinz Grasser?
Dann würde Schüssel Grasser vorschicken, um einen "Generationswechsel" und eine "neue, unparteipolitische" Politik zu signalisieren, plaudert ein Schüssel-Vertrauter aus der Schule. So, glauben wenigstens diese schwarzen Taktiker der Macht, hätte die ÖVP auch wieder "beste Chancen auf den ersten Platz und die Kanzlerschaft".

Der kleine, aber entscheidende Haken an diesem Plan: ÖVP-Insider bezweifeln, dass die schwarzen Funktionäre einen "parteiunabhängigen" Spitzenkandidaten oder gar Kanzler akzeptieren würden.

Die ganze Story lesen Sie in der aktuellen Ausgabe von NEWS!