Virtuelle Netzwerke treffen auf Real-Life:
Mobile-Plattform will Begegnungen fördern

Mit Bluetooth werden Netzwerk-Mitglieder gesucht Kombination von Internet und Handy fördert Kontakt

Virtuelle Netzwerke treffen auf Real-Life:
Mobile-Plattform will Begegnungen fördern © Bild: Vodafone

"Die Idee zu seamee lieferte die Online-Plattform Second Life", so Mitgründerin Barbara Novak gegenüber pressetext. "Menschen treffen sich in der virtuellen Welt, nehmen die Gestalt von Avataren an und haben angeblich sogar Sex", meint Novak. Ein echtes, direktes Gespräch von Mensch zu Mensch komme nicht mehr vor.

Suchen und finden
Der Name seamee setzt sich aus den beiden englischen Worten "search" und "meet" zusammen. Die Suche erfolgt online über den Webauftritt des Portals. Seamee unterscheidet vier Kategorien und versucht damit sogleich die Funktion einiger Spezialplattformen im Web in ein Produkt zu verpacken. "Wir bieten unseren Usern vier Bereiche an, in denen sie je nach ihrer aktuellen Lebenssituation aktiv werden können", erläutert Novak. Im Bereich "Job" kann nach interessanten Stellenangeboten gesucht werden während im Bereich "Business" Geschäftskontakte geknüpft und gepflegt werden sollen. Die privaten Bereiche People und Love laden ein, nach Menschen mit denselben Interessen oder neuen Partnern zu suchen.

Damit sich seamee-User abseits des Computers auch im realen Leben finden können, ist seamee auch über das Mobiltelefon nutzbar. Dazu muss eine kleine Applikation auf das Handy geladen und installiert werden. Die Software greift auf die Bluetooth-Funktion des Geräts zu und sucht nach aktiven seamee-Mitgliedern in der Nähe. Das kann beispielsweise im Bus oder Zug aber auch in einem Lokal sein. Wird die Software fündig, werden die verfügbaren User angezeigt. "Über einen anonymen Handy-Chat kann dann Kontakt aufgenommen werden. Das Ziel ist es jedoch, dass sich die beiden auch tatsächlich treffen und sich beispielsweise via Handy zu einem Getränk an der Bar verabreden", meint Novak.

Technologie soll direktes Gespräch fördern
seamee ist zwar als Plattform positioniert, die Menschen weg von der Technik und damit wieder zu direkten Gesprächen zusammenführen will, dennoch machen sich die Betreiber dafür die verfügbare Technologie zunutze. "Der Trend geht eindeutig in Richtung der mobilen Nutzung von Online-Angeboten", sagt Novak. seamee greift dies mit dem mobilen Client auf und bringt das soziale Netzwerk somit auch weg vom bisher einzigen Zugangspunkt, dem PC.

seamee ist zurzeit als deutschsprachiges Netzwerk verfügbar, eine englischsprachige Version soll allerdings noch folgen, so Novak. Momentan steht für die Betreiber die Plattform, die im Frühjahr dieses Jahres online gegangen ist, noch das Userwachstum im Vordergrund. Die Suche nach aktiven seamee-Usern via Bluetooth gestaltet sich daher derzeit noch etwas schwierig. Die kritische Masse beziffert Novak mit 100.000 Mitgliedern. Diese Zahl will seamee bis Ende des Jahres erreichen.
(pte/red)