Viren-Meningitis im Burgenland: Sieben Kinder leiden schon an Hirnhautentzündung!

Krankheit wurde vermutlich bei Sportfest übertragen Kindergarten und Schulen vorsorglich desinfiziert

Im Burgenland sind mindestens sieben Kinder an einer durch Viren ausgelösten Meningitis erkrankt. In einem weiteren Verdachtsfall sei eine Erkrankung "höchst wahrscheinlich", hieß es aus dem Büro von Gesundheitslandesrat Rezar. Bisher wurden insgesamt zwölf Kinder ins Krankenhaus der Barmherzigen Brüder in Eisenstadt gebracht und untersucht.

Bei vier von ihnen seien zwar Enteroviren festgestellt worden, es sei aber keine Meningitis entstanden. Die Krankheitsverläufe seien erfreulicherweise sehr mild, trotzdem sei Vorsicht geboten, so Rezar. Zur Verbreitung der Viren dürfte es vermutlich bei einem Sportfest in Halbturn (Bezirk Neusiedl am See) gekommen sein.

Die zur Vorbeugung angeordnete Desinfektion im Kindergarten in Halbturn sowie von Klassen- und Sanitärräumen im Gymnasium Neusiedl am See sei bereits abgeschlossen, so eine Sprecherin des Landesrates. Auch in der der Hautpschule Illmitz sollen einzelne Klassenräume desinfiziert werden.

Enteroviren werden beispielsweise über nicht ausreichend gereinigte Hände nach dem Stuhlgang übertragen, auch Tröpfcheninfektionen seien möglich, jedoch selten. Die häufigste Übertragung erfolge direkt von Mensch zu Mensch, durch Stuhl oder Speichel kontaminierte Gegenstände sowie über Lebensmittel. 90 bis 95 Prozent der infizierten Personen erkranken nicht, in sehr seltenen Fällen komme es zum Befall von Organen, noch seltener zu einer Meningitis.

(apa/red)