Villa-Gewinner beim Zahnarzt verständigt:
Frau zeigte sich vom Gewinn überwältigt

Haus-Verlosung lief ohne grobe Schwierigkeiten ab Ehemalige Miss Steiermark spielte den Glücksengel

Villa-Gewinner beim Zahnarzt verständigt:
Frau zeigte sich vom Gewinn überwältigt © Bild: hausverlosung.at

Der Gewinner der Klagenfurter 99-Euro-Villa stammt aus St. Andrä in Kärnten. Walter Egger war bei der Verständigung durch den Notar allerdings nicht daheim. Nach Auskunft seiner Frau saß er gerade beim Zahnarzt. Die ehemalige Miss Steiermark, Brenda Kuttnig, spielte im Klagenfurter Cafe "Lustgarten" das Glücksengerl und zog die Losnummer 5.594.

Die Ziehung begann mit der Tausenderstelle, die Zahlen wurden vom Notar in Verpackungen von Überraschungseiern gesteckt. Danach ging es über die Hunderter- zur Zehner- und schließlich zur Einerstelle der Gewinn-Nummer. Die Ziehung selbst verlief unspektakulär und ohne Zwischenfälle.

Gewinner beim Zahnarzt
Die Verständigung des Gewinners aus St. Andrä im Gurktal funktionierte allerdings nicht ganz so wie geplant. Als der Notar bei der angegebenen Telefonnummer anrief, meldete sich die Ehefrau des Gewinners. Lindner frage nach dem Ehemann, seine Frau meinte, er sei gerade beim Zahnarzt. "Ihr Mann hat ja bei einer Verlosung mitgemacht", meinte der Notar, woraufhin sie erklärte: "Sie meinen jetzt aber nicht die Hausverlosung, oder?". Die Nachricht, dass man das Haus gewonnen habe, wurde mit "Ein Wahnsinn!" quittiert.

Ein Anruf beim Zahnarzt verlief ergebnislos, der 50-jährige Gewinner saß gerade im Behandlungssessel und konnte dort nicht weg. Wenig später erreichte der Notar den Sieger doch noch, der ohne große Emotion feststellte: "Das darf ja nicht wahr sein." Ob die Gewinner aus dem Bezirk Wolfsberg nach Klagenfurt übersiedeln werden, war vorerst unklar.

400 Quadratmeter wechseln Besitzer
Vor der Verlosung wurde noch die Verkäuferin interviewt. Dass ausgerechnet 9.999 Lose verkauft wurden, habe mehrere Gründe gehabt. "Die Neun ist eine Glückszahl im Horoskop", erklärte sie. Zudem habe man sich natürlich auch ausgerechnet, wie viel man damit einnehmen würde. Gefragt, warum sie das Haus, das mehr als 400 Quadratmeter Wohnfläche aufweist, überhaupt verkaufen wolle, meinte sie: "Gerade wegen der 400 Quadratmeter." Es sei für zwei Familien konzipiert gewesen, die eine sei jetzt immer seltener in Klagenfurt, und ihre Kinder seien ebenfalls aus dem Haus. Daniel: "Es ist einfach zu groß geworden."

Notar Stefan Lindner erklärte, es sei sehr schwierig gewesen, die ganze Geschichte abzuwickeln und rechtlich zu prüfen. Man habe sich auch das Placet des Finanzministeriums eingeholt, dass alles rechtens sei. Nun werden die rechtlichen Schritte abgewickelt, damit der neue Besitzer sein Haus auch übernehmen kann, ein erster Termin mit dem Notar wurde bereits vereinbart.
(apa/red)