Viera gegen vielleicht Italien dabei: "Es geht ihm viel besser und er trainiert normal"

"Les Bleus"-Kapitän soll minimal Chance verbessern Selbstkritik der Franzosen nach der "Holland-Klatsche"

Viera gegen vielleicht Italien dabei: "Es geht ihm viel besser und er trainiert normal" © Bild: Reuters/Rehle

Der Kapitän der französischen Fußball-Nationalmannschaft, Patrick Vieira, wird möglicherweise doch noch zu einem Einsatz bei der EURO kommen. Teamchef Raymond Domenech sagte über den 31-Jährigen, der in den ersten beiden Gruppenspielen gegen Rumänien (0:0) und die Niederlande (1:4) nicht zum Einsatz gekommen war: "Es geht im besser, er trainiert normal. Die Frage wird sich stellen."

Im abschließenden Spiel der Gruppe C gegen Italien steht die französische Mannschaft mit dem Rücken zur Wand. Frankreich muss die Italiener besiegen und gleichzeitig hoffen, dass Rumänien die bereits fix als Gruppensieger fürs Viertelfinale qualifizierten Niederländer nicht besiegt. "Wir haben eine minimale Chance", sagte Domenech zur Ausgangssituation.

Am Tag nach der höchsten Endrundenniederlage seit einem halben Jahrhundert übte Domenech auch Selbstkritik. "Wenn man 1:4 verliert, kann ich sich sagen, dass ich alles gut und richtig gemacht habe", sagte der 56-Jährige. "Das wäre dumm. Ich habe Entscheidungen getroffen, ich hätte auch andere treffen können. Das heißt aber auch nicht, dass wir mit einer anderen Taktik ein besseres Ergebnis erreicht hätten. Es gibt Entscheidungen, die klappen, und solche, die nicht klappen."

Gomis statt Benzema
Der "Selectionneur" war auch dafür kritisiert worden, dass er Frankreichs Spieler des Jahres Karim Benzema nicht ins Spiel gebracht hatte. Stattdessen sandte er St.-Etienne-Stürmer Bafetimbi Gomis auf den Platz. "Ich brauchte jemanden, der den Gegner weiter vorne festhalten kann, um uns Möglichkeiten zu eröffnen und um mit den Mittelfeldspielern weiter vorne pressen zu können", erklärte Domenech. "Das hat nicht wie von mir gewünscht funktioniert."

Domenech lobte die Einstellung seiner Spieler nach dem frühen Rückstand, als Dirk Kuyt die Niederlande nach einem Eckball in Führung gebracht hatte. "Wir hatten vor der Pause vier, fünf große Chancen und auch nach der Pause starke 20 Minuten. Die Reaktion war richtig. Es war aber auch ein bisschen Unvermögen dabei."

Schiedrichter nicht einwandfrei
Einen kleinen Seitenhieb Richtung Schiedsrichter Herbert Fandel, der nach einem vermeintlichen Handspiel des Niederländers Andre Ooijer weiterspielen hatte lassen, konnte sich Domenech nicht verkneifen: "Wir können immer etwas besser machen; zum Beispiel die Torchancen verwandeln oder dem Schiedsrichter eine Brille kaufen."

Stürmer Thierry Henry, der gegen die Niederlande nach überstandenen Oberschenkelproblemen sein Comeback gegeben hatte, zeigte sich vor allem von Wesley Sneijder beeindruckt. "Er hat eine tolle Saison gespielt", sagte der 30-jährige Barcelona-Stürmer. "Es wird nicht so viel über ihn geredet, aber er ist ein großartiger Spieler. In dieser niederländischen Mannschaft, der derzeit alles aufgeht, ist er vielleicht der beste." (apa/red)

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