Vier Pfoten von

Streuner kastrieren statt töten

Elf mobile Ambulanzen machen sich auf den Weg in die Ukraine

© Video: NEWS.AT

In der Ukraine leben zehntausende Streunerhunde. Viele werden derzeit immer noch erschlagen oder vergiftet und in mobilen Krematorien verbrannt. Im Rahmen der Vorbereitungen auf die im Juni beginnende Fußball-Europameisterschaft blickt die Welt in die Ukraine. Die Tierschutzorganisation "Vier Pfoten" möchte mit einem groß angelegten Kastrationsprojekt eine humanere Lösung für die Tiere finden. Zahlreiche Promis unterstützen die Aktion. Sie haben beim Ernst Happel Stadion die mobilen Ambulanz-Autos für den Einsatz in der Ukraine an das Streunerhilfe-Team übergeben.

Direkt nach der Schlüsselübergabe durch den ukrainische Botschafter Andrii Viktorowytsch Bereznyi, den TV-Moderatorinnen Mirjam Weichselbraun und Barbara Karlich, dem deutsche Sänger und "X-Factor"-Gewinner David Pfeffer und vielen weiteren machten sich die Helfer auf den Weg in die Ukraine. Sie werden dort mindestens drei Monate bleiben und zahlreiche Streunerhunde kastrieren, impfen, medizinisch versorge und mit einer Ohrenmarke versehen. Danach sollen sie in ihren Revieren wieder freigelassen werden, denn nur so kann auf Dauer die Hundepopulation reguliert werden.

Nachhaltige Unterstützung
"Vier Pfoten" plant außerdem mit lokalen Veterinären, Universitäten und internationalen Experten die Infrastruktur für eine dauerhafte Hilfe zu schaffen. Einheimische Tierärzte und Tierpfleger sollen geschult werden, um das Projekt auch nach dem Fußball-EM fortzuführen. "Das ist auf jeden fall unterstützendwert", da waren sich alle Promis bei der Kick Off-Veranstaltung in Wien einig.