Vier Pfoten von

Bärenbaby gerettet

Kranke Nastia aus der Gewalt skrupelloser Tierhändler in der Ukraine befreit

Das Bärenbaby Nastia konnte von "Vier Pfoten" gerettet werden. Wie NEWS.AT berichtet hat, wurde das Tier Zoo Lutsk illegal an Tierhändler verkauft und unter widrigsten Bedingungen transportiert und untergebracht. Mit Hilfe ukrainischer Behörden konnte Nastia nun in Winnyzja auf dem Gelände der Tierhändler beschlagnahmt werden.

Im Mai 2012 war die damals vier Monate alte Nastia im Zoo Lutsk brutal ihrer Mutter entrissen und in eine winzige Transportkiste gepfercht worden. Tierhändler in Winnyzja hatten Nastia erworben, um sie als Touristen-Fotomodell weiter zu verkaufen.

"Vier Pfoten"-Projektleiter und Tierarzt Dr. Amir Khalil untersuchte Nastia noch auf dem Gelände des Tierhändlers. "Sie ist sehr ängstlich, mangelernährt und leidet unter starken Durchfällen", so Khalil. "Aber sie ist stabil genug, um nun mit uns gemeinsam das Gelände zu verlassen." Für den Tierarzt ist die Rettung Nastias ein besonders bewegender Moment. "Der grausame Umgang mit Nastia hat mich extrem schockiert. Ich bin sehr erleichtert, dass wir Nastia befreien konnten, doch die Arbeit ist damit noch lange nicht zu Ende."

Wird Nastia von ihrer Mutter angenommen?
Auch wenn Nastia in Sicherheit gebracht wurde, so bleibt die Frage offen, ob sie von ihrer Mutter erkannt und wieder angenommen wird. Innerhalb der nächsten Tage wollen die Tierschützer unter Aufsicht von Experten Mutter und Kind wieder vereinen. Auch sucht "Vier Pfoten" intensiv nach einer langfristigen Lösung für die beiden Bären, um ein tiergerechtes Leben führen zu können.

Der Verkauf von Zootieren an Privatpersonen ist in der Ukraine illegal. Nastia ist jedoch kein Einzelfall. Der Handel mit Bärenkindern in der Ukraine blüht. "Auch wenn der Verkauf von einem Zootier an eine Privatperson verboten ist, wird er nur mit umgerechnet etwa 60 Euro geahndet", so Dr. Khalil. "Wir fordern die Regierung auf, von nun an rigoros gegen das skrupellose Geschäft mit Zootieren vorzugehen."