Vienna Capitals - Um jeden Preis ins Finale:
Trainerwechsel und 12 Neuzugänge sind fix

"Das Ziel ist das Finale, Meistertitel kann passieren" Etliche Legionäre dank neuem System dazugekauft

Das Ziel der Vienna Capitals ist gegenüber der Vorsaison gleichgeblieben, grundlegend verändert hat sich das Gesicht der Mannschaft. Mit zwölf neuen Spielern und Neo-Cheftrainer Kevin Gaudet soll das Erreichen des Endspiels diesmal klappen. "Wir haben das Ziel im Vorjahr nicht erreicht und uns deshalb entschlossen, grundsätzliche Veränderungen vorzunehmen", erklärte Capitals-Präsident Hans Schmid im Vorfeld der für die Wiener beginnenden neuen Saison der Erste Bank Eishockey Liga.

Mit einem "unwesentlich" höheren Budget wurden etliche Legionäre eingekauft, die Capitals profitierten dabei auch vom neuen Punkte-System, das eine höhere Anzahl von ausländischen Spielern möglich macht. Die frühe Festlegung auf Gaudet sei richtig gewesen, so habe man gemeinsam mit dem Boni-Nachfolger die Kaderplanung durchführen können. "Das Ziel ist das Finale, der Meistertitel kann passieren, muss aber nicht passieren", meinte Schmid. Den bisher einzigen Titel holten die "Caps" im Jahr 2005.

"Jede Woche Verbesserungen" dank neuem Trainer
Gaudet, der auf mehrjährige Trainer-Erfahrung in der DEL verweisen kann, zeigte sich mit der bisherigen Vorbereitung zufrieden: "Ich haben jede Woche Verbesserungen gesehen, die Spieler haben viel gelernt in den vergangenen Wochen", meinte der Kanadier. "Diese Mannschaft kann es bis ins Finale schaffen", war auch Vize-Präsident Martin Platzer überzeugt, "wir haben nicht nur gute Stürmer, sondern auch einen Top-Tormann und starke Abwehrspieler geholt", so Platzer weiter.

Hohe Erwartungen an alte und neue Spieler
Einigen verbliebenen Akteuren sei nach dem Abgang der Leistungsträger Oliver Setzinger, Mike Craig und Bob Wren "das Messer angesetzt" worden. Die des Öfteren wegen mangelnder Fitness gescholtenen Spieler reagierten und kamen vor fünf Wochen "topfit" zum ersten Training, betonte Platzer. Von den Neuen erwarte man sich besonders von Torhüter Jean-Francois Labbe, Center Kelly Fairchild, Ex-Stanley-Cup-Sieger Pascal Rheaume und der vom HK Jesenice geholten starken Sturmlinie David Rodman, Aaron Fox, Marcel Rodman viel.

Standort im Prater bevorzugt
Ob die Capitals in Zukunft in einer größeren Halle spielen werden, wird sich aller Voraussicht nach noch Ende des Jahres entscheiden. "Es gibt zwischen den involvierten Parteien scheinbar einen Konsens", sagte Schmid hinsichtlicher der geplanten Mehrzweckhalle. Für ihn komme aber ein oft kolportiertes Stadion im Süden Wiens nicht infrage, sein Wunsch sei der Standort im Prater, der über U-Bahn-Anbindung und ein Einkaufszentrum verfügt. (apa/red)