Vielseitigkeitsreiter Ambros muss aufgeben: Wallach Quick mit einer Bänderverletzung

Oberösterreicher lag nach der Dressur auf Rang 50 "Wohl & Gesundheit meines Pferdes im Vordergrund"

Vielseitigkeitsreiter Ambros muss aufgeben: Wallach Quick mit einer Bänderverletzung © Bild: APA/Techt

Für den österreichischen Vielseitigkeitsreiter Harald Ambros waren die Olympischen Spiele in Peking schon nach der ersten von drei Teilprüfungen vorbei. Der 28-jährige Oberösterreicher stieg wegen einer Verletzung seines 15-jährigen Wallachs Quick aus dem Bewerb aus. Ambros hatte nach der Dressur Rang 50 belegt, zum Geländeritt tritt er nicht mehr an.

Eine Ultraschalluntersuchung hatte ergeben, dass sich Quick im Dressurbewerb eine Bänderverletzung im linken Vorderbein zugezogen hat. "Das Risiko, dass sich Quick im Gelände erneut verletzt, ist zu hoch. Der Parcours ist so schwierig gebaut und birgt so viele Gefahren, dass nur ein 100-prozentig fittes Pferd eine Chance hat, die Strecke souverän zu bewältigen", erklärt die österreichische Tierärztin Ursula Barth, die Quick vor Ort betreut.

Ambros, 2004 in Athen auf Rang 19, war entsprechend enttäuscht. "Natürlich bin ich traurig und die Nachricht war ein Schock. Aber so ist der Sport", erklärte er. Der Zeitsoldat hatte im Dressurviereck gemerkt, dass Quick einmal kurz gestolpert ist, aber nicht an eine Verletzung gedacht. "Erst beim Ausreiten habe ich gespürt, dass etwas nicht in Ordnung ist".

Ambros wollte kein Risiko eingehen. "Er ist ein Top-Pferd, das auch in Zukunft noch viele Championate gehen kann. Ich will nicht riskieren, dass im Gelände noch Schlimmeres passiert und ich Quick in Zukunft gar nicht mehr reiten kann. Das Wohl und die Gesundheit meines Pferdes steht für mich immer im Vordergrund, auch bei einem Großereignis wie den Olympischen Spielen", betonte er. (apa/red)