Vielleicht doch lieber Zuhause bleiben?
Wo wir uns im Urlaub ins Hemd machen

Diese Städte halten die Österreicher für unsicher PLUS: Warum wir null Bock auf Versicherung haben

Vielleicht doch lieber Zuhause bleiben?
Wo wir uns im Urlaub ins Hemd machen

Nur 44 Prozent aller Städtereisenden informieren sich vorab über die Sicherheitslage in einer Stadt. Trotzdem haben die befragten Österreicher eine fix vorgefertigte Meinung darüber, welche Städte sicher sind und welche nicht. Dabei werden die Risiken oftmals vollkommen falsch eingeschätzt. Eine Umfrage zeigt den Unterschied zwischen Vorstellung und Realität.

Klar ist: Wien ist eine Sicherheitshochburg. 92 Prozent der von der Allianz befragten Österreicher halten Wien für völlig ungefährlich. Doch in welchem Sinne ungefährlich? Die Risikofaktoren auf Städtereisen, die den Österreichern am meisten Sorgen machen, sind der Umfrage nach Diebstahl (48%), politische Unruhen (45%) und Terror (42%), dicht gefolgt von Krankheiten (40%), Kriegen (40%) und Überfällen (34%).

Die Angststädte der Österreicher
Alles Indikatoren, die mit folgenden Städten verbunden werden: Barcelona (54%), Rom (52%) und Prag (48%). Doch zwei Städte fallen in der Sicherheitsbewertung massiv ab: In New York befürchten 28 Prozent Risiken bei einer Städtereise und Moskau schießt den Vogel mit 14 Prozent ab.

"Wird schon nichts passieren"
Sicherheitsaspekte spielen für die meisten Österreicher allerdings lediglich bei der Auswahl des Reiseziels eine wesentliche Rolle. Unterwegs regiert dagegen meist Sorglosigkeit, nur jeder Fünfte schließt für Städtereisen üblicherweise eine Versicherung ab. Frei nach dem Motto "In den paar Tagen wird schon nichts passieren" nehmen die Sicherheitsmaßnahmen ab, je kürzer der Aufenthalt geplant ist.

Das sind die tatsächlichen Zahlen
22 Prozent aller Städtereisenden wurden unterwegs schon einmal bestohlen, 16 Prozent benötigten im Ausland ärztliche Behandlung, 15 Prozent haben schon einmal ihr Gepäck verloren. Für den Abschluss einer Reiseversicherung sehen 80 Prozent dennoch wenig bis gar keine Notwendigkeit. Xaver Wölfl, Experte der Allianz Versicherung, warnt: "Sich auf die Kreditkarte im Fall des Falles zu verlassen, ist gefährlich", betont Wölfl. Zum einen sei der Versicherungsschutz häufig an eine entsprechende vorherige Nutzung gebunden, zum anderen seien durch die Karte auch nicht alle Risiken komplett abgedeckt.

(red)