Viel Zeit im Bild für Daily Soap

Viel Zeit im Bild für Daily Soap

Mitten im Achten. Statt mit Nachrichten will der ORF ab April mit einer täglichen Seifenoper über die junge Seherschaft kommen.

Soll eine heilige Kuh geschlachtet werden, muss der Schnitt schon mit güldener Klinge durchgeführt werden. Die Schlachtbank steht in im ORF, das zu opfernde Vieh ist die „Zeit im Bild 1“. Das Nachrichten-Langzeitformat soll nach den Plänen von Neogeneraldirektor Alexander Wrabetz ab April 2007 nicht mehr auf beiden ORF-Kanälen durchgeschaltet werden. Im neuen Programmschema dräut eine Daily Sitcom für die Zielgruppe der 14- bis 49-Jährigen. „Mitten im Achten“ soll 254 Folgen lang Leben, Lieben und „alltäglichen Wahnsinn“ in einem Wohnhaus in der Wiener Josefstadt beleuchten. Im ORF werden derzeit letzte Darsteller gecastet und Verträge aufgesetzt. Glühende Euphorie wird auf NEWS-Anfragen zu dem Sieben-Millionen-Projekt auf dem Küniglberg nicht vermittelt. Zum 15-minütigen Pilot, der im Sommer in den Park Studios Babelsberg nahe Berlin gedreht wurde, beeilt man sich zu versichern, das sei noch nicht die Endfassung.

130 Folgen beauftragt. Doch das Grundgerüst steht und erinnert in manchen Bausteinen nicht zufällig an den US-Langzeiterfolg „Friends“. Ein Teil des Sitcom-Personals ist in einer WG zugange, wo man sich ver- und entliebt, was eine gewisse Fluktuation der Bewohnerschaft bewirkt. Tür an Tür mit den Jugendlichen lebt eine Familie in den 30ern auf dem Scheideweg zwischen gesetteltem Biedermeier und restjugendlichem Schwung. Wer daheim den Lagerkoller bekommt, sucht Abwechslung im Café Mayerling, wo einander die jungen Wirtsleute absurde Revierkämpfe liefern.

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